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Historisches Ranking : Das sind die schönsten Trikots der Eintracht-Geschichte

„Bruda, schlag den Ball lang“: Torschütze Ante Rebic macht sich in diesem Moment unsterblich. Bild: Reuters

In der Bundesliga rollt von Samstag an wieder der Ball, doch wird das aseptische Geistergekicke die Herzen der Fans erwärmen? Wir schwelgen lieber in Erinnerungen und küren das schönste Trikot in der Geschichte von Eintracht Frankfurt.

          7 Min.

          So richtig Lust auf den anstehenden Geisterspiel-Marathon verspürt man als Fan von Eintracht Frankfurt ja nicht. Der letzte Auftritt der Hütter-Elf vor dem Shutdown fand schließlich bereits ohne Zuschauer statt. Es war das 0:3 im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Basel am 12. März im Waldstadion – keine gelungene Generalprobe für den Spielbetrieb vor leeren Rängen.

          Felix Hooß

          Koordinator für Premium-Inhalte bei FAZ.NET.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seitdem blieb nur, sich die eintönige Corona-Zeit mit Re-Lives des Pokalsiegs von 2018 oder der fulminanten Europareise 2019 zu vertreiben, die vor ziemlich genau einem Jahr mit dem Elfmeter-Drama beim FC Chelsea endete.

          Dann kam die Idee: Wir machen ein Ranking der legendären Eintracht-Trikots und trösten uns damit über den Bundesliga-Schlussspurt ohne Fans hinweg.

          Das Verfahren: zu einhundert Prozent transparent. Die Jury-Mitglieder stellen ihre Lieblingshemden vor, die Auswahl erfolgt völlig subjektiv. Mal gibt der mit dem Dress verbundene sportliche Erfolg den Ausschlag, mal die darin auflaufenden Helden, die in Erinnerung geblieben sind. Die Optik spielt natürlich auch eine Rolle. Und das Beste an unserer Auswahl: Sie müssen sich ihr nicht anschließen, sondern dürfen am Ende dieses Textes selbst Ihr Lieblingstrikot wählen.

          Platz 15: Im klassischen Look ging es in die Bundesliga: Kapitän Hermann Höfer (r.) verlor mit der Eintracht am Ende das DFB-Pokalfinale gegen 1860.

          Platz 15: Heimtrikot 1963/64

          Wenn man sich ein Eintracht-Trikot malen würde, vermutlich sähe es in etwa so aus. Lässiger V-Ausschnitt, rot und schwarz gestreift, ein straffes Shirt, nachdem die Leibchen in den Vorjahren manchmal vom Schnitt her eher an Schlafanzüge erinnerten. Dazu der Adler auf der Brust – fertig. Zudem das Trikot, mit dem die Eintracht einst in die Bundesliga startete. Platz drei in der Liga, Pokalfinale: Es waren gute Zeiten für die SGE.

          Platz 14: Der fünfte Beatle? Nein, der gebürtige Wiesbadener Jürgen Grabowski mit langem Haar und Nadelstreifen-Trikot

          Platz 14: Heimtrikot 1972/73

          Direkt hinterher ein weiterer Klassiker: Zur modischen Langhaarfrisur tragen die Eintracht-Spieler Anfang der Siebzigerjahre edle Nadelstreifen. Viel schwarz, ein bisschen rot, eine Optik, die auch noch Jahrzehnte später überzeugt. Nicht zu Unrecht lebt dieses Design unter anderem in der Saison 2003/2004 noch einmal auf, die Trikots des Herstellers Jako bleiben aber als riesig groß und unschön geschnitten in Erinnerung – anders als dieser schicke historische Stoff, in den damals auch Eintracht-Legende Grabowski schlüpfte.

          Platz 13: Einen Fußballgott kann nichts entstellen: Alex Meier am Ball, er trägt dazu das „Gerippte“-Trikot.

          Platz 13: Ausweichtrikot 2013/14

          Zur Saison 2013/14 ließ sich der eben gescholtene Ausrüster etwas ganz Besonderes einfallen. Das Ausweichtrikot mit dem Beinamen „das Gerippte“, war als Hommage an das Äppelwoi-Glas gedacht, was zu Diskussionen führte: Warum fiel es dann nicht gelb sondern grün aus? Vielleicht ein versteckter Hinweis auf die spielerische Leistung der Eintracht zu jener Zeit, die eine gewisse Leere des Trinkbehältnisses spiegelte. So oder so gibt es einen Daumen nach oben für die Kreativität, auch wenn mancher Fan bis heute meint: Grün geht gar nicht.

          Platz 12: Da kann man mal jubeln: Jan Aage Fjörtoft (r.) freut sich mit Thomas Sobotzik über ein Tor, in diesem Dress schoss er auch sein berühmtes 5:1.

          Platz 12: Jubiläumstrikot 1999

          Die legendäre Schlusskonferenz, Jan Aage Fjörftofts Übersteiger zum 5:1 gegen Kaiserslautern und der denkbar knappe Klassenerhalt an einem heißen Maitag: Beim Blick auf das schwarz-rot gestreifte Traditions-Trikot sind die Erinnerungen an den später mit Oberbürgermeisterin Petra Roth tanzenden Fjörtoft und auch an Jörg Berger sofort wieder da. Für jeden, der damals im Stadion war, gehört dieser Tag mit Sicherheit zu den Lieblingsmomenten mit der Eintracht in den vergangenen Jahrzehnten. Das „100 Jahre“-Jersey bleibt den Fans nicht nur wegen der ungewöhnlichen Retro-Schnürung im Gedächtnis, sie bekamen auch ihren alten Adler wieder, der auf der Brust seinen Nachfolger und Vorgänger aus den Achtzigerjahren ablöste. 

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