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Eintracht Frankfurt : Hütter stellt die Qualitätsfrage

  • -Aktualisiert am

Bis heute ohne Pflichtspieleinsatz: Geraldes ist nur im Training am Ball. Bild: Jan Huebner

„Wer kann den Weg mit uns gehen?“ Eintracht-Trainer Adi Hütter will den Kader der Mannschaft in der Winterpause verändern. Geraldes vor der Rückkehr zu Sporting Lissabon.

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          Von sich aus kam Adi Hütter nicht auf das Thema, das kein tagesaktuelles war, zu sprechen. Auf Nachfrage machte der Eintracht-Trainer dann aber kein Geheimnis aus der Sache. Eine, die in dem einen oder anderen Fall Brisanz bergen kann. Personell, das ist der Plan, wird sich bei den Frankfurtern trotz der famosen Hinrunde in der Winterpause etwas tun – sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung.

          „Wir sind gefordert, den Kader zu durchforsten“, sagte Hütter und stellte dabei selbst die entscheidenden Fragen: „Was tut uns gut? Wer kann den Weg mit uns gehen? Und wer kann den Weg vielleicht nicht mitgehen?“ Wichtig bei diesen Überlegungen sei die zukünftige Größe des Aufgebots. „Wir werden intern besprechen, wie der Kader im Frühjahr 2019 aussehen soll“, kündigte der Cheftrainer an.

          Bis heute keine Pflichtspielminute

          Die ersten personellen Pflöcke haben die Frankfurter offenbar schon eingeschlagen. Am Dienstag berichtete die portugiesische Sportzeitung „Record“, dass die Eintracht den Leihvertrag mit Francisco Geraldes nach der Hinrunde vorzeitig auflösen werde. Eine entsprechende Übereinkunft soll mit Sporting Lissabon erzielt worden sein. Aus Leistungs- und Verletzungsgründen steht bei dem 23 Jahre alten Mittelfeldspieler bis heute keine Pflichtspielminute auf seinem Arbeitszettel. Schon in der Saisonvorbereitung ließ Hütter durchblicken, dass das Zweikampfverhalten von Geraldes und dessen Tempo für die Bundesliga nicht reichen könnten.

          Auch jüngst gab der Trainer zu verstehen, dass der Techniker keine Option sei. Insofern macht ein Vereinswechsel für beide Seiten Sinn. Ein wahrscheinlicher Wechselkandidat ist auch Marco Fabian. Der 29 Jahre alte Mexikaner war im Sommer schon einmal auf dem Absprung, bis Fenerbahce Istanbul im letzten Moment doch noch Abstand von dessen Verpflichtung nahm. Ein nur 63 minütiger Einsatz von Fabian in Dortmund würden den Trennungsschmerz für die Eintracht und den Spieler im Winter verkraftbar machen.

          Auf Position vier abgestürzt

          Alles andere als leicht ist auch die Arbeitssituation für Felix Wiedwald. Die ernüchternde Bilanz des Torhüters weist null Einsatzminuten aus. Ursprünglich als Nummer zwei geholt, ist Wiedwald im Ranking mittlerweile auf Position vier abgestürzt. Trotz eines Vertrags bis 2021 scheint die Zeit für den Torwart gekommen zu sein, sich aktiv nach einer neuen Aufgabe umzuschauen. Diese Blickrichtung müssten auch die beiden Verteidiger Simon Falette und Taleb Tawatha sowie der Stürmer Branimir Hrgota verfolgen. Auf reichlich Spielminuten in Frankfurt werden alle drei nach heutigem Stand nicht mehr kommen.

          Für Tawatha soll sich der spanische Erstliga-Klub UD Levante interessieren. Bei Marc Stendera, der um seine Chance kämpft, stehen die Zeichen dennoch auf Trennung. Aber womöglich erst nach dieser Saison, denn der Spanier Lucas Torro wird nach seiner Leistenoperation noch länger ausfallen. Denkbar ist aber auch, dass die Eintracht demnächst einen defensiven Mittelfeldspieler neu in ihre Reihen aufnehmen wird. In der Innenverteidigung könnte ebenfalls noch gehandelt werden. Der aktuelle Ausfall von Kapitän David Abraham (Wadenverletzung) reißt eine qualitative Lücke in den Deckungsverband.

          Auf Topniveau sticht mit seinen tadellosen Auftritten Makoto Hasebe, die zentrale Instanz in der Dreierkette, hervor. Asiens „Internationaler Fußballer des Jahres“ hält hinten die Reihen geschlossen und brilliert nach vorne mit guter Spieleröffnung. Den Vertrag mit dem Japaner möchte die Eintracht bald verlängern.

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