https://www.faz.net/-gzg-9bb36

Eintracht Frankfurt : „Adi Hütter ist eine sehr gute Wahl“

  • -Aktualisiert am

Uns ist es gelungen, den Leistungsgedanken, den Hunger, Geschichte schreiben zu wollen, in den Vordergrund zu stellen. Und wir haben Mut gehabt. Wir haben uns von vielen älteren Spielern getrennt und junge, talentierte Spieler geholt. Adi Hütter hat dann die Mannschaft kontinuierlich weiter verbessert. Die einsetzende Dynamik im gesamten Verein war nicht mehr zu stoppen.

Was werden Sie in der Zusammenarbeit mit ihm am meisten vermissen?

In erster Linie werde ich den Menschen Adi Hütter vermissen. Und seinen Hunger nach Erfolg, den er jeden Tag vorgelebt hat, habe ich wirklich toll gefunden. Das war beeindruckend.

Hat Adi Hütter irgendeine Macke im positiven Sinne?

Schwierig zu sagen. Nein, eine klassische Macke hat er nicht.

Wie lässt er am liebsten Fußball spielen?

Er hat eine offensive Spielanlage und Spielausrichtung. Er schätzt das schnelle, vertikale Spiel. Der Weg ist eigentlich immer nach vorne. Aber er lässt seine Mannschaft natürlich nicht blind ins Verderben rennen. Das hat unser Spiel geprägt und stark gemacht. Adi Hütter wird nie ein Trainer sein, der auf 0:0 spielt. Er hat immer lieber ein 5:4 als ein 1:0. Ich glaube, dass seine Philosophie hervorragend zu Eintracht Frankfurt passt.

In Frankfurt waren in der Vorsaison Spieler aus 17 Nationen am Ball. In Bern waren es Spieler aus zehn Nationen.

Die Schweiz ist im Fußball sehr multikulturell. Adi Hütter hat immer einen sehr guten Zugang zu allen Spielern gefunden. Für die Eintracht war es bei seiner Verpflichtung sicherlich ein sehr wichtiges Element, dass Adi Hütter bei uns entsprechende Erfahrungen gesammelt hat.

Wird der Frankfurter Pokalsieg die Arbeit von Adi Hütter erschweren, weil die Erwartungen hoch sind?

Nein. Adi Hütter muss so oder so seinen Weg gehen. Fredi Bobic ist jemand, der langfristig arbeiten will. Adi Hütter wird sicherlich nicht an den ersten drei Spielen gemessen werden. Der Pokalsieg hat auch mich persönlich sehr gefreut. Die Menschen in Frankfurt haben sich das absolut verdient.

Würden Sie Adi Hütter jederzeit zurücknehmen, wenn sich irgendwann die Gelegenheit dazu böte?

Brauchten wir einen neuen Trainer und wäre Adi Hütter dann auf dem Markt, würden wir uns mit dem Thema sicher beschäftigen. Aber das ist alles Spekulation. Aktuell macht es keinen Sinn, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Hat die Eintracht eigentlich Interesse an einem Berner Spieler?

Es gibt bei uns mehrere Spieler, die sicherlich interessant sind und das Potential hätten, bei der Eintracht zu spielen. Aber klar ist auch, das wir nicht jeden Spieler verkaufen werden. Wir werden keinen Spieler nach Frankfurt verschenken, weil unser Ex-Trainer dort ist.

Als Sportchef sind Sie Teil des Berner Erfolgs. Haben Sie die Ambition, irgendwann in der Bundesliga zu arbeiten?

Grundsätzlich bin ich bei Young Boys Bern sehr glücklich. Ich bin in Bern aufgewachsen und habe hier meine Spielerkarriere beendet. Seit 2010 bin ich nun hier, irgendwie ist es sicherlich mein Verein im Sinne von sportlicher Heimat. Natürlich hat auch die Eintracht einen Platz in meinem Herzen. Persönlich bin ich davon weggekommen, Pläne für die kommenden fünf bis zehn Jahre zu machen. Ich lebe im Hier und Jetzt und freue mich auf die neue Saison bei uns.

Weitere Themen

Topmeldungen

Kriegsverbrechen: Wehrmachtssoldaten am 10. Juni 1944 in der griechischen Stadt Distomo kurz nach dem Massaker an 218 Zivilisten.

Athens Reparationsforderung : Die ewig offene Frage

Seit den fünfziger Jahren fordert Griechenland Geld von Deutschland als Entschädigung für die Zeit der Besatzung während des Zweiten Weltkriegs. Doch die Tagespolitik war lange wichtiger.

Karfreitag in Nordirland : Ein Tag der Trauer

Dass es in Nordirland seit mehr als zwanzig Jahren weitgehend friedlich geblieben ist, gehört zu den großen Leistungen der Politik. Doch mit dem Mord an einer Frau in Londonderry ist die Gefahr für den Frieden wieder einmal deutlich geworden.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.