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Heute in Rhein-Main : Eintracht darf vor 51.500 Zuschauern spielen

Die Frankfurter Fans dürfen bald wieder als zwölfter Mann im Stadion ihre Mannschaft unterstützen. (Archiv) Bild: dpa

Fußballfans kommen in Frankfurt wieder voll auf ihre Kosten. Und der beste Pizzabäcker der Welt kommt nicht aus Neapel - sondern aus Ingelheim. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          wie oft haben wir Sie in den vergangenen Monaten an dieser Stelle mit schlechten Nachrichten begrüßt. Irgendwo wurde immer gespart, irgendwer hatte immer etwas zu meckern und irgendwie sind die Corona-Zahlen auch öfter gestiegen als gesunken. Darum, an diesem Mittwoch, an dem schon die Sonne sich nicht hervor traut, starten wir mal mit einer guten Nachricht: Die Eintracht darf das Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig am 30. Oktober wieder vor vollen Rängen austragen. Das Gesundheitsamt und der Verein haben sich auf folgende Regeln geeinigt:

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
          • Im Stehplatzbereich gilt die 2G-Regel, die Maskenpflicht entfällt in diesem Bereich.
          • Für den Sitzplatzbereich gilt die 3G-Plus-Regelung. Ein Impf- oder Genesenennachweis oder ein negativer PCR-Test muss vorgelegt werden. Am Platz muss keine Maske getragen werden.
          • Für Schulkinder bis einschließlich elf Jahren ist der Einlass unter Vorzeigen ihres Schultestheftes oder eines anderen Antigen-Schnelltestes möglich.
          • Bis zu 5000 Personen können mit negativem Test das Spiel der Eintracht besuchen. Das entspricht etwa zehn Prozent der Gesamtkapazität im Stadion.
          • Es gilt eine Maskenpflicht auf dem gesamten Stadiongelände. Am eigenen Sitzplatz, im Stehplatzbereich sowie an Sitzplätzen in Gastronomiebereichen kann die Maske abgenommen werden.

          Hört sich gut an, sagen Sie? Nun ja, Kritik gibt es trotzdem. Zwar sei es ein „Schritt in die richtige Richtung“, wie Vorstandssprecher Axel Hellmann den Bescheid des Gesundheitsamts kommentiert. „Die 2G-Auflage für die Stehplätze bleibt aber leider klar hinter unseren Vorstellungen zurück.“ Der Verein hatte sich gewünscht, auch im Stehplatzbereich einen 3G-Plus-Anteil ausweisen zu dürfen. Auch ohne kollektive Maskenpflicht sei das nach Ansicht von Hellmann „aktuell mehr als vertretbar“.

          Einer, der auch schon das ein oder andere mal im Waldstadion gesichtet wurde, ist Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Die Nachricht, dass dieser sein Amt niederlegen will, hat auch in Frankfurt überrascht. Denn Weidmann, der 2011 mit gerade einmal 43 Jahren zum jüngsten Bundesbankpräsidenten ernannt wurde, gilt als starker Präsident mit einer international gewichtigen Stimme. Wirtschaftsredakteur Daniel Schleidt hat sich umgehört, wie die Bitte Weidmanns, zum Jahresende aus dem Amt entlassen zu werden, aufgenommen wurde. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank ließ ausrichten, Weidmanns Fähigkeit, während turbulenter Zeiten die „gesamtwirtschaftliche Situation“ im Blick behalten zu haben, besonders zu schätzen. Von den turbulenten Zeiten gab es während seiner zehn Jahre andauernden Amtszeit wahrlich genug. Die Euro-Krise, beispielsweise. Oder aktuell die Corona-Pandemie. Weidmann sei ein Notenbanker „von internationalem Format“, sagt auch Finanzprofessor Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies an der Goethe-Uni. Er sei kaum zu ersetzen.

          Viel Lob hat auch Francesco Ialazzo in den vergangenen Tagen geerntet. Denn der Pizzabäcker aus Ingelheim hat sich gegen 900 Berufskollegen durchgesetzt und beim Wettbewerb der „Associazione Pizzaioli Couchi Pasticcieri Professionisti“ in Neapel gewonnen. Was sagen Sie? Die Bezeichnung der Associazione geht ihnen nicht so einfach über die Lippen? Muss sie auch nicht. Fakt ist: Francesco Ialazzo macht die beste Pizza der Welt. Und um die zu testen, müssen Sie gar nicht bis nach Italien reisen. Es reicht, nach Ingelheim zu fahren. Dort wird Ihnen der Weltmeister sicher gerne den Unterschied zwischen einer Pizza Napoletana und einer Pizza Romana erklären. Ausgezeichnet wurde er für die Napoletana – das ist die mit dem luftig-leichten Teig. Im Interview mit Daniel Meuren spricht er über das richtige Wasser-Mehl-Verhältnis und die richtige Teigtemperatur. Für letztere hat er eine ganz einfache Formel erstellt: 66 Grad minus Zimmertemperatur minus Mehltemperatur minus die Temperatur der Teigmaschine. Das ergibt dann die ideale Temperatur des Wassers. Ach ja, das muss seiner Aussage nach auch noch einen gewissen pH-Wert haben, damit der Teig gelingen kann. Eine Wissenschaft für sich. Und weil sie der Weltmeister so gut beherrscht wie kein anderer, ist er im Gespräch mit einem Frankfurter Investor, wegen einer Franchise-Idee.

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          Und außerdem dürfen nun auch Besucher, die nicht zum Fachpublikum zählen, die Buchmesse besuchen. Was ihnen geboten wird und wie sich eine Buchmesse „light“ anfühlt, haben unsere Autoren zusammengetragen +++ bleiben Palmengarten und Botanischer Garten am Donnerstag wegen einer Unwetterwarnung geschlossen +++ kehrt Hofheim nach sieben Jahren zurück in den Kreis des Taunus Touristik Service.

          Bleiben Sie gesund,

          Ihre Marie Lisa Kehler

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          Der Tag wird durchwachsen. Immer wieder kann es zu heftigen Schauern und Böen kommen.

          Geburtstag haben am

          Donnerstag, 21. Oktober

          Marcel Schilb, Mitbegründer und Leiter des Theaters "Die Katakombe", Frankfurt (90); Peter Frankenbach, Vorstandssprecher der Wiesbadener Eckelmann AG (66); Gregor Disson, Geschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie Hessen, Frankfurt (63); Kurt Pfeiffer, Geschäftsführer der Echo Zeitungen GmbH, Darmstadt (62); Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt (58); Christof Queisser, Präsident des Verbands Deutscher Sektkellereien, Wiesbaden (52); Stefan Reuß, designierter Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen, Präsident des Hessischen Fußball-Verbands, Frankfurt (51).

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