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Netflix-Serie über Frankfurt : Einstweilige Verfügung soll „Skylines“ stoppen

Ein Frankfurter Rapper behauptet, dass seine Lebensgeschichte die Vorlage für „Skylines“ sei. Bild: Christian Luedecke/Netflix

In der Netflix-Serie „Skylines“ geht es um einen jungen Musikproduzenten, der in kriminelle Geschäfte eines Labels verwickelt wird. Alles nur Fiktion? Ein Frankfurter Rapper klagt nun.

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          Mit einer einstweiligen Verfügung soll die weitere Ausstrahlung der in Frankfurt spielenden Netflix-Serie „Skylines“ gestoppt werden. Einen entsprechenden Antrag hat nun die in Gießen ansässige Rechtsanwaltskanzlei Milch beim Landgericht Frankfurt eingereicht.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Kanzlei vertritt den Frankfurter Rapper und Musikproduzenten Jan Lehmann, der sich durch die Serie in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlt und Namensrechte an den Wortmarken „Skyline Records“ und „Skylines“ geltend macht.

          Musik und Drogengeschäfte

          Die Netflix-Serie handelt von einem jungen Musikproduzenten namens Jinn, der vom Label „Skyline Records“ unter Vertrag genommen. Das ist in Drogengeschäfte verwickelt und Jinn wird in kriminelle Machenschaften hineingezogen. So weit die fiktive Handlung, die allerdings den Haken hat, dass es ein Label mit dem Namen „Skyline Records“ auch in Wirklichkeit gibt, nämlich jenes von Lehmann im Frankfurter Stadtteil Fechenheim, das bereits im Jahr 2003 gegründet wurde und 2005 die ersten Aufnahmen veröffentlichte.

          Bei Lehmann hätten sich nun schon Fans der Serie gemeldet, die „Skyline Records“ für das Label aus dem Sechsteiler hielten, was bedeute, dass „manche Zuschauer offensichtlich die Fiktion einer Serie nicht von der Realität unterscheiden können und das reale Skyline Records mit dem Label in der Serie assoziieren“, teilte Anwalt Andreas Milch in einem Schreiben mit.

          Das habe zur Folge, dass Zuschauer dächten, „Skyline Records“ sei mit Drogengeldern aufgebaut worden und habe mit der organisierten Kriminalität zu tun. „Dies ist extrem rufschädigend“, schrieb Milch weiter. Mit einer Entscheidung der zuständigen Zivilkammer beim Landgericht ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

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