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Grob fahrlässig : Katastrophales Fehlverhalten der Passagiere

Viele Passagiere am Frankfurter Flughafen halten sich nicht an die Corona-Regeln. Bild: Lucas Bäuml

Passagieren, die nach einem Jahr Pandemie trotz aller Vorschriften ohne negativen Corona-Test einreisen, muss man mindestens grobe Fahrlässigkeit unterstellen. Die Lösung wären zusätzliche Kontrollen beim Boarding - ohne Test kein Flug.

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          Im ersten Moment scheint es beinahe absurd, dass der Flughafenbetreiber am selben Tag mit dem gerade erneuerten TÜV-Zertifikat „Sicher gegen Corona“ wirbt, an dem die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen Alarm schlägt und von einer besorgniserregend hohen Zahl an Verstößen gegen die Corona-Regeln bei Einreisenden aus Hochrisiko-Gebieten berichtet. Genaugenommen zeigen diese beiden scheinbar so widersprüchlichen Meldungen aber, worauf es bei der Überwindung dieser bedrohlichen Pandemie ankommt.

          Denn Flughafenbetreiber und Airlines können noch so viele Desinfektionsspender aufstellen, noch so viele Kilometer von Bänder zur Abstandsmarkierung auf den Boden kleben, Hinweisschilder aufhängen und Masken anbieten. Wenn zu viele Passagiere die grundlegenden Regeln und Sicherheitsvorkehrungen missachten, dann laufen derlei Vorkehrungen ins Leere. Es kann nur funktionieren, wenn jeder Einzelne, gerade beim Reisen, seiner Verantwortung für sich und andere in vollem Umfang gerecht wird. Leider zeigen die ersten Resultate der verschärften Kontrollen am Frankfurter Flughafen, dass zu viele Reisende das offenbar nicht tun.

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