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Eintracht-Spieler Flum : „Ich habe kaum noch Beinmuskulatur“

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Ich habe mir gar keine Gedanken gemacht, wie ich damit umgegangen bin. Es war eine schwierige und harte Zeit. Die Tage nach der Operation waren schmerzhaft und unangenehm. Ich hatte eine super Unterstützung – vor allem von meiner Frau. Ich konnte die Dinge nicht ändern und bin sehr positiv und optimistisch an die ganze Sache herangegangen. Das war vielleicht auch wichtig und ausschlaggebend, dass es bisher so positiv verlaufen ist. Aber das ist erst der Anfang. Ich bin jetzt in der achten Verletzungswoche.

In welchem Stadium der Reha sind Sie?

Im Moment arbeiten wir an der Beugung. Da bin ich aktuell bei 80 Grad, das ist sehr gut. Sechs Wochen gab es eine Ruhigstellung, da waren es maximal 60 Grad. Natürlich hat die Muskulatur gelitten. Ich habe kaum noch Beinmuskulatur. Deshalb wird das jetzt wieder alles aufgeholt. Narben- und Kniemobilisation stehen im Moment auf dem Programm.

Ihre Frau ist Physiotherapeutin. Ist sie an der Therapie beteiligt?

Nein, unmittelbar nicht. Die eine oder andere Therapie habe ich von ihr zusätzlich bekommen. Sie ist vom Fach. Sie weiß, was ich machen muss, und gibt mir gute Ratschläge. Der ganze Optimismus und die positive Art meiner Frau haben mich motiviert.

Ihr Mitspieler Slobodan Medojevic kam in dem Zweikampf mit Ihnen glimpflich davon. Haben Sie sich darüber Gedanken gemacht, warum es Sie so hart getroffen hat?

Daran habe ich keinen Gedanken verschwendet. Ein Stück weit ist das Berufsrisiko.

Wie weit sind die sportlichen Probleme der Eintracht für Sie aktuell entfernt? Beim Heimspiel gegen Wolfsburg waren Sie zum ersten Mal wieder im Stadion.

Durch den Sieg über Wolfsburg bin ich sehr positiv gestimmt. Er war sehr wichtig. Wir wissen aber auch, dass noch sehr viele Spiele kommen werden, in denen wir Punkte holen müssen, um den Klassenverbleib zu schaffen. Die Tabelle ist wahnsinnig eng.

Brauchen Sie Abstand, um sich auf Ihre Genesung konzentrieren zu können?

Grundsätzlich muss ich mich auf mich selbst konzentrieren, weil ich an jedem Tag in der Reha vorankommen will. Am Wochenende ist es dann eine gute Abwechslung, bei den Kollegen zuzuschauen. Dadurch, dass wir viel Kontakt haben, bekomme ich auch mit, was unter der Woche alles passiert.

Wie sehr durften Ihre Mitspieler Ihre Verletzung an sich heranlassen?

Jeder hatte schon Verletzungen, der eine mehr, der andere weniger. Die Jungs wissen, wie sie damit umzugehen haben. Das gehört auch zur Professionalität, damit umzugehen.

Haben Sie aktuell von außen eine andere Sicht der Dinge auf die sportlichen Probleme der Eintracht? Vielleicht einen klareren Blick? Sie stecken ja nicht im täglichen Prozess mit drin.

Nicht wirklich. Ich bin ja trotzdem Teil der Mannschaft und fiebere mit. Außerdem haben wir dafür ja unser Trainerteam. Armin Veh macht sich täglich viele Gedanken. Wir Spieler müssen schauen, dass wir fit sind und uns gut ergänzen. Für das Drumherum ist das Trainerteam verantwortlich.

Wie nahe geht Ihnen der Abstiegskampf der Mannschaft?

Mir ist es ganz wichtig, dass wir die Saison positiv gestalten und positiv zu Ende bringen. Ich bin in meiner Karriere bisher noch nie abgestiegen. Dabei soll es bleiben.

Die Eintracht will Ihnen über diese Saison hinaus einen neuen Vertrag geben. Ist das in Ihrem Sinne?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, bei der Eintracht zu bleiben. Ich fühle mich hier sehr wohl. Mein Berater und Sportdirektor Bruno Hübner werden sich zusammensetzen.

Wie wird es sich für Sie anfühlen, wenn Sie den Ball zum ersten Mal wieder am Fuß haben?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wobei. Quatsch. Das stimmt nicht. Ich muss mich korrigieren.

Bitte!

Um das linke Bein, das verletzte, zu stabilisieren, hatte ich den Ball in der Reha im Stand schon am rechten Fuß. Natürlich ganz vorsichtig. Aber es war ganz gut (schmunzelt).

Das Gespräch führte Jörg Daniels.

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