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Ranking der Einkaufstraßen : Wiesbaden schlägt fast alle Metropolen Deutschlands

Beliebt: die Kirchgasse in Wiesbaden Bild: Cornelia Sick

Auf der Wiesbadener Einkaufsstraße tummeln sich überraschend viele Passanten. Nur München, Frankfurt und Köln liegen bei den Besucherzahlen weiter vorn. Doch die Zählmethode hat ihre Grenzen.

          Das Bemerkenswerteste an der neuesten Zählung von Fußgängern in deutschen Einkaufsstraßen durch das Maklerunternehmen JLL ist aus Rhein-Main-Sicht nicht, dass Frankfurt weit vorne liegt, sondern wie gut Wiesbaden abgeschnitten hat. Unter den Fußgängerzonen in den 50 wichtigsten Städten Deutschlands liegt die Kirchgasse in der hessischen Landeshauptstadt auf einem hervorragenden vierten Platz, Wiesbaden schlägt damit reihenweise weitaus größere Städte, darunter selbst die Hauptstadt Berlin, in der auf der Tauentzienstraße gezählt worden war.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Nur drei Einkaufsstraßen liegen überhaupt vor der Kirchgasse, die Kaufingerstraße in München, die Zeil in Frankfurt und die Schildergasse in Köln. Gezählt worden war am 21.März, das war ein Samstag, zwischen 13 und 14 Uhr.

          Methode hat ihre Tücken

          Sowohl die Zeil wie auch die Kirchgasse sind in diesem Jahr weitaus besser plaziert als bei der vorausgegangenen Zählung vor Jahresfrist; seinerzeit waren sie auf die Plätze zehn und acht gekommen. Vor allem den vergleichsweise schlechten Platz der Zeil, die sonst immer in der Spitzengruppe liegt, hatte man sich 2014 auch bei dem unter Jones Lang Lasalle firmierenen Maklerunternehmen JLL nicht erklären können. In diesem Jahr tauchte in der JLL-Liste aus dem Rhein-Main-Gebiet nur noch Mainz auf. Dort waren am 21.März in der Schusterstraße 3715 Passanten gezählt worden, was lediglich für einen der hinteren Plätze reichte.

          Das zeigt allerdings auch die Grenzen dieser Methode, die Attraktivität eines Ortes zu messen. Mainz hat eben nicht die eine Einkaufsstraße, die jeder Besucher auf jeden Fall entlanggeht.

          Bei JLL folgerte man aus den Zahlen, dass die wichtigsten Einkaufsstraßen in der Bundesrepublik in stabiler Verfassung sind und den Online-Handel nicht fürchten müssen. „Die Konsumenten schätzen nach wie vor einen ausgedehnten Einkaufsbummel in ihrer Einkaufsstraße, wenn sie dort einen kompletten Mietermix und eine hohe Aufenthaltsqualität vorfinden.“

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