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Carsten Knop

Nach Ende von „Click and meet“ : Einfach mal an die Scheibe klopfen

  • -Aktualisiert am

Vorerst Geschichte: „Click and meet“ in Frankfurt und anderswo in Hessen und darüber hinaus Bild: Frank Rumpenhorst

Es ist kein Naturgesetz, dass keine Kunden mehr kommen, wenn man nicht in den Laden gehen darf. Gerade jetzt, in der nächsten Corona-Lockdown-Runde, kann man das testen. Die Händler am Ort sind noch da.

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          Und schon ist „Click and Meet“, das reservierte Zeitfenster für den Besuch im Geschäft, Geschichte. Jetzt geht es wieder um „Cick and Collect“ – und vor allem die kleineren Einzelhändler werden sich darüber richtig ärgern. Wer sich unter den Betroffenen umhört, erfährt, was der Systemwechsel für sie bedeutet: Es gab in der ersten „Click and Collect“–Phase seit Mitte Dezember bis zum kurzzeitigen Wechsel auf den geplanten Besuch im Geschäft kaum Bestellungen und damit kaum Umsatz. Das Abholen an der Ladentür hatte wenig bis nichts gebracht. Letztlich ging es nur darum, die Fahne hochzuziehen: Ja, uns gibt es noch. Das Signal war da, Besucher kamen dennoch kaum.

          In den vergangenen drei Wochen war das gänzlich anders, die Kunden erschienen zahlreich und mit gezielten Wünschen, wussten genau, wonach sie suchen. Die Kaufwünsche hatten sich wie auf einer Liste angesammelt. Die Hemmschwelle hingegen, sich für eine reine Warenabholung im Internet zu registrieren und dort dann verbindlich zu bestellen, war für den Einkauf beim Händler um die Ecke wohl zu groß, bei Amazon hingegen eher gering – im Zweifel liegen die Daten dort ohnehin schon vor. Dass den Amerikanern ein Vorteil rund um einen riesigen Kunden-Datenschatz entstanden ist, können die heimischen Händler selbst dann nicht mehr kompensieren, wenn sie jetzt in entsprechende Online-Software investierten.

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