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Benachteiligte Mieter : Eine Wohnung zu finden dauert Jahre

Für benachteiligte Gruppen ist es aus verschiedenen Gründen besonders schwierig, eine Wohnung zu finden. (Symbolbild) Bild: Sieber, Laila

Suchtkranke, Behinderte und Alte sind bei der Wohnungssuche stark benachteiligt. Das zeigt eine Studie der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Brüche in der Biographie schrecken viele Vermieter ab.

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          Wenn es in Hessen mehr geeignete Mietwohnungen gäbe, dann könnten doppelt so viele Menschen im Jahr Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege verlassen. Menschen, die in Frauenhäusern Unterschlupf gefunden haben oder in Einrichtungen der Drogenhilfe leben. Doch sie bleiben oft in den Einrichtungen, weil sie keine Wohnung finden. Zu diesem Schluss ist eine durch die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Auftrag gegebene Studie gekommen, die Probleme für Menschen mit Behinderung, Suchtkranke, psychisch Kranke oder Haftentlassene unter dem Titel „Wohnraumbedarf benachteiligter Gruppen“ untersucht hat.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Studie haben Vertreter der Liga, in der Verbände wie die Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Diakonie organisiert sind, am Mittwoch vorgestellt. Befragt wurden mehr als 300 Einrichtungen mit 20.000 Klienten, die ihre Erfahrungen schildern konnten. Die Erhebung ist nur eine Momentaufnahme, die den Status quo in den befragten Einrichtungen zeigt. Die Zahlen für ganz Hessen sind wahrscheinlich weit höher, wie die Autoren der Studie vermuten.

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