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Verwaltungsgericht Wiesbaden : Schon ein Dutzend Klagen gegen Sportwetten-Lizenzen

Streitfall: Branchenriese Tipico will per Klage eine Lizenz für Sportwetten erstreiten Bild: Waldner, Amadeus

Mit der Vergabe von 20 staatlichen Lizenzen sollen Sportwettenanbieter aus der rechtlichen Grauzone geholt werden. Doch schon vor der Vergabe gibt es erste Klagen und Eilanträge.

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          Mit der Vergabe von 20 staatlichen Lizenzen sollen Sportwettenanbieter aus der rechtlichen Grauzone geholt werden. Seit knapp zwei Wochen ist die Liste jener Unternehmen öffentlich, die erfolgreich aus dem Auswahlverfahren im hessischen Innenministerium hervorgegangen sind. Noch in dieser Woche könnten die ersten Lizenzen vergeben werden - doch ob es dazu kommt, ist ungewiss. Denn dem Verwaltungsgericht Wiesbaden liegen schon ein gutes Dutzend Klagen und Eilanträge von Anbietern vor, die laut Liste nicht zum Zuge kommen sollen. Dies bestätigte die zuständige Richterin der Rhein-Main-Zeitung auf Anfrage.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Innenministerium in Wiesbaden betreut das Verfahren zentral für die Glücksspiel-Aufsichtsbehörden der Bundesländer. Wiesbaden ist Gerichtsstand für jene Anbieter, die ihren Hauptsitz im Ausland haben. Zu diesen Firmen zählt Tipico. Das auf Malta ansässige Unternehmen mit einer Tochtergesellschaft in Frankfurt am Main ist gemessen an den 2013 gezahlten Wettsteuern klarer Marktführer in Deutschland.

          Laut Liste zählt Tipico aber zu jenen Unternehmen, die keine Lizenz erhalten sollen. Tipico hat schon angekündigt, form- und fristgerecht Rechtsmittel einzulegen. Zuletzt hatten sich 41 Anbieter für die Konzessionen beworben.

          Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten Ausgabe der Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. von Dienstag, 16. September, oder digital im E-Paper.

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