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„Rettet wenigstens die Kinder“ : Engländerin von einem Tag auf den anderen

Klassenfoto: Renate Adler ist das Mädchen mit dem karierten Kleid in der Mitte der oberen Reihe. Bild: Privat

Weil sie ihre Söhne und Töchter nicht mehr schützen konnten, schickten viele jüdische Eltern sie zwischen 1938 und 1940 ins rettende Ausland. Nun erinnert ein Buch über das jähe Ende der glücklichen Kindheit einer Frankfurterin.

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          Nach der Konferenz im französischen Évian vom 6. bis zum 15. Juli 1938 war für die deutschen und österreichischen Juden die Falle zugeschnappt. Die Vertreter der 32 teilnehmenden Staaten des vom amerikanischen Präsidenten Roosevelt einberufenen Treffens weigerten sich mit Ausnahme jener aus der Dominikanischen Republik, weitere jüdische Flüchtlinge aus dem Deutschen Reich aufzunehmen. Nach dem Novemberpogrom von 1938 wurde die Lage für die deutschen Juden aussichtslos, denn eine Ausreise war nun fast unmöglich.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Rettet wenigstens die Kinder“ – so lautete danach sinngemäß die Forderung vieler jüdischer Organisationen. Und so heißt auch ein Buch, das jüngst Angelika Rieber und Till Lieberz-Groß vom Verein „Jüdisches Leben in Frankfurt“ herausgegeben haben. Der Band beschäftigt sich mit den Kindertransporten von 1938 bis 1940, über die etwa 20.000 jüdische Mädchen und Jungen nach England, Amerika, die Niederlande, Frankreich und andere Länder gebracht werden konnten.

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