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Eigenheim im Rhein-Main-Gebiet : Der Traum vom Glück im Grünen

  • -Aktualisiert am

Nicht mehr zeitgemäß? Einfamilienhäuser im Wohngebiet Römerhof in Friedrichsdorf Bild: Lucas Bäuml

Im Frankfurter Umland verliert das Einfamilienhaus an Boden. Der Zwang zum nachhaltigeren Bauen und hohe Immobilienpreise machen Mehrfamilienhäuser interessanter.

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          In Mörfelden-Walldorf scheint die Zeit stehen geblieben. Flächendeckend finden sich dort noch Siedlungen aus den Nachkriegsjahrzehnten mit schmucken Häuschen – inklusive Gärten und Vorgärten. „Jeder ist glücklich, der so wohnen kann“, sagt Bürgermeister Thomas Winkler und lobt deren „hervorragende Wohnqualität“. Doch er weiß zugleich, dass diese Form des flächenfressenden Bauens in seiner 35.000-Einwohner-Gemeinde der Vergangenheit angehört. Wie andere im Ballungsraum will die Kommune statt weiterer Zersiedelung nur noch behutsam innerörtlich nachverdichten – und dies mit Mehrfamilienhäusern.

          „Wir können nicht mehr nach außen wachsen“, sagt der Grünen-Politiker, der seit eineinhalb Jahren im Amt ist. Derzeit kämpft Winkler für den Erhalt eines rund 20 Hektar großen Landschaftsgebiets, auf dem die bisherige Rathauskoalition gerne viele Wohnungen geplant hätte. Das Thema hat den in Mörfelden-Walldorf bislang oppositionellen Grünen bei der Kommunalwahl Mitte März zu mehr als 30 Prozent verholfen. Sie haben ihren Anteil fast verdreifacht und sind damit zur bestimmenden Kraft im Stadtparlament geworden. Im Bündnis mit der CDU findet das Baugebiet keinen Platz mehr.

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