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Jens Beutel : Ehemaliger Mainzer Oberbürgermeister ist tot

  • Aktualisiert am

14 Jahre lang Oberbürgermeister von Mainz: Jens Beutel ist verstorben. Bild: Marcus Kaufhold

Jens Beutel ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister hat die Stadt maßgeblich geprägt. Seine Amtszeit blieb nicht ohne Kontroverse.

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          Acht Jahre nach seinem vorzeitigen Rücktritt ist der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel gestorben. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, starb Beutel am Mittwoch im Alter von 72 Jahren. Sein Nachfolger Michael Ebling (SPD) würdigte ihn als „Mann des Ausgleichs und des Dialogs“ sowie als „engagierten Teamplayer, der stets das Gemeinschaftliche in unserer Stadt betonte“.

          Der Westfale Beutel kam 1968 zum Jura-Studium nach Mainz. Anschließend wirkte er bis 1997 als Richter in Frankenthal, Koblenz und Mainz. Die kommunalpolitische Karriere des SPD-Politikers begann 1974 im Ortsbeirat des Stadtteils Mombach, 1989 wurde er in den Stadtrat und 1997 zum Oberbürgermeister gewählt - als Nachfolger des besonders beliebten Stadtoberhaupts Jockel Fuchs, der 1965 in dieses Amt kam.

          Drei Gläser Wein nicht bezahlt

          Dem vorzeitigen Rücktritt Beutels im Oktober 2011 gingen mehrere Affären voraus. Letzter Auslöser war dann die Reise einer rheinland-pfälzischen Delegation ins Partnerland Ruanda, bei der Beutel an einem Abend im Hotel drei Gläser Rotwein nicht bezahlt haben soll.

          In Beutels Amtszeit habe Mainz eine sehr dynamische Zeit durchlaufen, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer und erinnerte an den Bau der Römerpassage - einer zentralen Einkaufspassage - und des neuen Stadions für den Fußball-Bundesligisten Mainz 05.

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