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„Ehe für Gesellschaft konstitutiv“ : AfD-Chef Lucke kritisiert Hitzelsperger

  • Aktualisiert am

Gegen „Machenschaften“: AfD-Chef Bernd Lucke in Gießen Bild: dpa

AfD-Chef Lucke hat den Parteitag seines zerstrittenen Landesverbands Hessen zu Kritik an „Machenschaften“ in der Partei wie am Coming-out des Fußballers Hitzelsperger genutzt. Ihm fehle darin das Bekenntnis zur Familie als Keimzelle der Gesellschaft.

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          Der Parteichef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat das Coming-out des ehemaligen Fußballnationalspielers Thomas Hitzlsperger teilweise kritisiert. „Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Hitzlsperger sein Bekenntnis zu seiner Homosexualität verbunden hätte mit einem Bekenntnis dazu, dass Ehe und  Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv sind“, sagte Lucke am Samstag während des hessischen Landesparteitags in Gießen.

          Zwölf Jahre nach der Selbst-Offenbarung von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erkenne er „keinen besonderen Mut mehr darin, sich zu seiner sexuellen Orientierung zu bekennen“, sagte der Chef der konservativen Euro-Skeptiker.

          Gegen „hetzerische Reden“

          Der hessische Landesverband ringt nach mehreren Krisen um einen Neuanfang. Dies geschieht allerdings hinter verschlossenen Türen, die Presse dufte nicht dabeibleiben. Das entschied die Mehrheit der knapp 400 anwesenden Mitglieder. „Seit unserem letzten Parteitag haben sich die Ereignisse überschlagen“, sagte Landesvorstandssprecher Gunther Nickel in Gießen. Zuletzt hatten falsche akademische Titel eines Vorstandsmitglieds und Antisemitismusvorwürfe gegen den Landesschatzmeister für Schlagzeilen gesorgt. Beide wurden ihrer Ämter enthoben.

          „Wir wollen klar machen, dass wir solche Machenschaften nicht
          dulden“, sagte Bundesparteichef Bernd Lucke bei dem Treffen. Nickel sagte, „aufputschende, menschenverachtende und hetzerische Reden“ würden nicht toleriert.

          Während des Treffens steht die Abwahl des bisherigen Vorstandssprechers Volker Bartz zur Debatte. Der Bundesvorstand hatte ihn wegen der Fälschung von Titeln des Amtes enthoben und will ihn aus der Partei ausschließen. Bartz selbst will auf dem Parteitag dazu Stellung nehmen. Er war erst im Dezember gewählt worden. Die Wahl war notwendig geworden, da der alte Vorstand komplett zurückgetreten war.

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