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Düsseldorf : 98 Festnahmen rund um Eintracht-Auswärtsspiel

  • Aktualisiert am

Zündler: Frankfurter Fans ließe auch in Düsseldorf wieder Bengalos leuchten Bild: dpa

Festnahmen, Bengalos, Spielunterbrechung: Beim Bundesliga-Spiel zwischen den Aufsteigern aus Düsseldorf und Frankfurt sorgten randalierende Fans abermals für unliebsame Schlagzeilen.

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          Nach den Ausschreitungen rund um das Bundesligaspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt am Freitagabend hat die Polizei insgesamt 98 Randalierer in Gewahrsam genommen. Verletzt wurde niemand. Diese Bilanz zog die Düsseldorfer Polizei. Schon vor dem Anpfiff seien Beamte nahe der Oper von Frankfurter Anhängern attackiert worden.

          Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Einige Frankfurter seien auch in den Vorraum des Opernhauses gelangt und hätten dort randaliert. Stunden nach dem Abpfiff wurden 33 Düsseldorfer Anhänger in Gewahrsam genommen, weil sie gezielt Auseinandersetzungen gesucht hätten.

          150 gewaltbereite Frankfurter

          Die Partie konnte erst mit zehnminütiger Verspätung beginnen. Grund waren nach Polizeiangaben Probleme bei der Anreise der Fans. So hätten 150 gewaltbereite Frankfurter darauf bestanden, mit der U-Bahn zum Stadion zu fahren. Doch die Polizei begleitete die Frankfurter zu den Shuttlebussen und es kam so zu Verzögerungen im Bahnverkehr. Auch nach dem Anpfiff im Stadion gab es Grund zur Klage. Weil im Gäste-Fanblock Bengalos gezündet wurden, musste die Partie für zwei Minuten unterbrochen werden.

          Die Abreise der Frankfurter nach dem Spiel verlief reibungslos. Stattdessen bereiteten Düsseldorfer Anhänger der Polizei Arbeit. „Gegen 1 Uhr nachts wurde eine Gruppe Düsseldorfer Fans in der Altstadt ausgemacht, die auf Krawall gebürstet war und Auseinandersetzung suchte“, sagte ein Polizeisprecher. 33 Personen seien daraufhin in Gewahrsam genommen worden.

          Mittlerweile sind aber alle wieder auf freiem Fuß. „Am frühen Samstagmorgen durften die Frankfurter und Düsseldorfer nach und nach in kleinen Gruppen wieder nach Hause“, sagte der Polizeisprecher.

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