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„NSU 2.0“ : Serie an Drohschreiben gegen Frankfurter Anwältin dauert an

„NSU 2.0“: Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz ist Ziel mehrerer Drohschreiben geworden. Bild: dpa

Wieder ist ein Drohschreiben gegen die Anwältin Seda Başay-Yıldız verschickt worden. Den Urheber der Schreiben aufzufinden, gestaltet sich derweil als äußerst schwierig.

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          Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist abermals ein Fax eingegangen, in dem die Frankfurter Juristin Seda Başay-Yıldız bedroht und verunglimpft wird. Das bestätigte auf Anfrage die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Zudem soll auch die Polizei als Behörde thematisiert worden werden. Dem Vernehmen nach ist das Schreiben diesmal nicht an die Anwältin geschickt worden, sondern an das Polizeipräsidium Frankfurt. Wie Staatsanwalt später jedoch mitteilte, sei das Schreiben doch direkt an die Anwältin geschickt worden. Ob darüber hinaus weitere Drohungen im Umlauf sind, bleibt unklar.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Ermittler gehen davon aus, dass es aus derselben Quelle stammt wie die vorhergehenden Schreiben. Es wurde über dieselbe verschlüsselte Verbindung geschickt, so dass es nicht nachverfolgt werden kann. Unklar ist noch immer, wer hinter den Drohschreiben steckt. Aus Ermittlerkreisen ist weiterhin zu hören, man gehe davon aus, dass die Schreiben, die mit „NSU 2.0“ unterzeichnet sind, aus der Polizei selbst stammen. Den bisher einzigen direkten Bezug gibt es, wie berichtet, durch die Abfrage der persönlichen Daten der Anwältin über einen Polizeicomputer im 1. Revier. Diese Verbindung, so heißt es, wiege weiterhin schwer. 

          Wie berichtet, geht die Arbeitsgruppe, die sich mit den Ermittlungen befasst, derzeit auch der Frage nach, ob es weitere Mitwisser gegeben hat. Berichten zufolge war es unter einigen Beamten angeblich doch bekannt, dass es Kollegen mit einer rechtsextremen Gesinnung gibt. Unterdessen wurde gestern gegen einen Polizeibeamten aus Darmstadt Anklage erhoben. Er soll ebenfalls die Daten aus dem Polizeicomputer an eine Bekannte weitergegeben haben, die derzeit in Halle vor Gericht steht und der Neonazi-Vereinigung Aryans angehören soll.

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