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FAZ.NET-Hauptwache : Drohne, Vogel, Dichter

Gefährlich: Drohne über einem Flughafen Bild: dpa

Warum der Kampf gegen unerwünschte Drohnen über Flughäfen schwierig ist, der Naturschutzbund vor allem Amseln zählen lässt und es beinahe Karl Krolow erwischt hätte - nicht nur das steht heute in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          In der Nähe des Frankfurter Flughafens Drohnen fliegen zu lassen, ist verboten. Dennoch hat irgendjemand wieder einmal eines dieser Flugobjekte aufsteigen lassen, was dazu führte, dass der Flugverkehr zwischen 7.21 und 8.18 Uhr gestoppt wurde. Trotz Einsatz eines Hubschraubers gelang es nicht, den Übeltäter, der Tausenden den Tag verdorben haben dürfte, zu ermitteln. Aufgrund des Vorfalls wird nun abermals darüber gesprochen, wie man der Bedrohung durch die kleinen Flugobjekte, die vom Radar nicht erfasst werden, technisch Herr werden kann. Falk Heunemann schildert in seinem Bericht die Möglichkeiten. Das Ergebnis ist nicht besonders erfreulich.

          Die schönsten bekannten Flugobjekte sind Vögel. Am Wochenende ist es wieder soweit, der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft zur Zählung der Gartenvögel auf. Teilnehmen kann naturgemäß nur, wer einen Stieglitz von einem Kernbeißer unterscheiden kann. Aus persönlicher Erfahrung können wir berichten, dass es gar nicht so schwierig ist, sich das nötige Wissen anzueignen. Und dass es wenig Schöneres gibt, als Vögel zu beobachten, zumindest, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Besonderes Augenmerk gilt in diesem Frühjahr der Amsel, weil für sie der vergangene, trockene Sommer besonders schwierig war, da sich der Usutu-Virus verbreiten konnte. Dem Nabu können wir auf diesem Weg mitteilen, dass es in unserem eigenen Garten keine Krise des Amselbestandes gibt.

          Beinahe hätte es auch Karl Krolow erwischt. Dem bedeutenden Lyriker, dessen Verdienste um die Literatur der Bundesrepublik gewaltig sind, wäre fast das Recht abgesprochen worden, Namensgeber einer Straße in Darmstadt sein zu dürfen. Eine Expertenkommission hat nämlich 110 Persönlichkeiten daraufhin überprüft, ob ihr Leben und ihre politische Einstellung sich mit den Werten einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft vereinbaren lassen. Und ob sie somit geeignet sind, in Form eines Straßennamens gewürdigt zu werden. Krolow gehört zu jenen fünf Fällen, in denen die Experten mit Blick auf ihre Rolle im „Dritten Reich“ zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen sind. Nur im Fall von Paul von Hindenburg soll nun aber eine Aberkennung betrieben werden, ebenso in sieben weiteren Fällen, in denen die Dinge angeblich eindeutig liegen.

          Und außerdem muss der Hessische Rundfunk Werbung der NPD senden, ist der frühere Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel gestorben, ist Beate Hofmann zur Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck gewählt worden.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Der Tipp zum Wochenende

          Das „Bidlabu“ ist eines der besten Restaurants in Frankfurt, aber auch nach fünf Jahren im Grunde noch ein Geheimtipp. Das kleine Lokal liegt abseits vom Trubel der Freßgass' an der Kleinen Bockenheimer Straße und ist ein Bistro, wie es im Buche steht – allerdings nicht traditionell oder gar klassisch, sondern modern und unprätentiös, ein Lokal mit Anspruch, aber auch jeder Menge Understatement. Diese Mischung hat ihm eine treue Stammkundschaft beschert – und unter Küchenchef André Rickert seinem aromenstarken und herzhaften Stil ist vielleicht sogar einmal ein Michelin-Stern drin.

          „Bidlabu“, Kleine Bockenheimer Straße 14, Frankfurt, Telefon 0 69/95 64 87 84, Internet www.bidlabu.de. Geöffnet montags bis freitags von 12 bis 14.30 Uhr und von 18 Uhr an, samstags von 13 bis 15 Uhr und von 18 Uhr an.

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