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Ausbildung abgebrochen : So fühlt es sich an, drogensüchtig zu sein

Auf der Suche: Marcel fühlt sich in seinem WG-Zimmer endlich zu Hause. Bild: Wolfgang Eilmes

Eigentlich sollte Marcel den Betrieb des Großvaters übernehmen. Doch dann war er dauernd bekifft und brach die Ausbildung ab. Später fragte er sich: Wie konnte es so weit kommen?

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          Es war dieses eine Gespräch, das alles geklärt hat. Zwischen Marcel und seinem Großvater. Die Frage lautete: Willst du weiter hier arbeiten oder weiter Drogen nehmen? Noch am selben Abend hat Marcel entschieden: Ich will weiter Drogen nehmen. Die Tage danach stand er „neben sich“, wie er erzählt. Er sei in eine Art Depression verfallen, sagt er. „Du spritzt dir Wasser ins Gesicht, aber du merkst es nicht. Du merkst gar nichts.“

          Die nächsten Tage ging er nicht mehr raus. Er blieb in seinem Zimmer. Fragte sich, warum er von anderen Leuten abgelehnt wurde. „Ich habe es nicht verstanden“, sagt er. Die Drogen seien sein Lebensinhalt gewesen, er habe nicht verstanden, warum andere das nicht akzeptierten. Mit 15 hatte Marcel, der seinen Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchte, angefangen, Rauschgift zu nehmen. Erst Cannabis, dann probierte er immer mehr aus. Mit Freunden, die keine Drogen nahmen, hatte er nach und nach nichts mehr zu tun. Marcel isolierte sich immer weiter, nicht nur von seinem Großvater. Der wollte, dass er einmal den Betrieb übernimmt, den er zusammen mit seinem Sohn aufgebaut hatte. Die Sanitär- und Heizungsfirma ist in Darmstadt ein Traditionsbetrieb.

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