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Doppelte Explosivstoffmenge zugelassen : „Neue Feuerwerkskörper nicht gefährlicher“

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Großes Kaliber: Die neuen Batterien enthalten bis zu 500 Gramm Zündstoff. Bild: Eilmes, Wolfgang

Eine neue Gattung von Feuerwerksbatterien, die bis zu 500 Gramm Explosivstoff enthalten, sind der Verkaufsschlager dieses Jahr.

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          Sie tragen Namen wie „Out of Limits“, „New Generation“ oder „Super Show“, wiegen bis zu fünf Kilogramm und sind in diesem Jahr die Verkaufsschlager der Feuerwerkerei Schwab in Frankfurt: eine neue Gattung von Feuerwerksbatterien, die bis zu 500 Gramm Explosivstoff enthalten. Bisher war eine Menge von höchstens 200 Gramm zugelassen. Jeder, der mindestens 18Jahre alt ist, darf die neuen Artikel kaufen. Möglich gemacht hat das eine Richtlinie der Europäischen Union.

          Gefährlicher würden die Feuerwerkskörper durch die größere Menge an Zündstoff nicht, sagt Schwab-Inhaberin Ursula Balzer. Denn die Größe der einzelnen Kaliber bleibe nach wie vor begrenzt, es kämen lediglich mehr „Abschüsse“ hinzu. 36Schuss feuert etwa die Batterie „Out of Limits“ mit 480Gramm Explosivstoff ab. Das Feuerwerk dauere dadurch länger, es gebe „schönere Effekte“, erklärt Balzer. Außerdem kontrolliere die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) alle Artikel, die auf dem deutschen Markt verkauft würden, auf ihre Sicherheit. Auf ihrer Internetseite rät die BAM den Verbrauchern, auf die Prüfnummer zu achten, die auf den Verpackungen aufgedruckt sein sollte.

          „Die neuen Feuerwerkskörper kommen bei unseren Kunden sehr gut an“

          Besondere Vorsicht ist geboten bei sogenannten Fächerbatterien, die ihre Ladung in einem Winkel von bis zu 15Grad zur Senkrechten in die Luft schießen. Schnell kann eine Leuchtkugel im Dachstuhl oder auf einem Balkon landen oder durch ein offenes Fenster ins Hausinnere fliegen.

          „Die neuen Feuerwerkskörper kommen bei unseren Kunden sehr gut an“, sagt Balzer. Permanent klingelt das Telefon in ihrem Frankfurter Büro, schon um 10Uhr stehen die Menschen an der Ladentheke Schlange. Viele haben die Feuerwerkskörper vorbestellt, geben eine Nummer ab, zahlen und bekommen dafür eine große Tüte in die Hände gedrückt.

          An Gebrauchsanweisung halten

          Schwer bepackt verlassen auch der 18Jahre alte Fabian Tiedemann und drei seiner Freunde den Laden. Insgesamt mehr als 100Euro haben die jungen Männer für ihr Silvesterfeuerwerk ausgegeben. Auch Marcel Müller aus Maintal, 25Jahre alt, hat sich bei Schwab für die Party zum Jahreswechsel eingedeckt: Zwei von den neuen Feuerwerksbatterien hat er gekauft, „große Kaliber“, wie er sagt. Mehr als 50Euro ist ihm der Spaß wert.

          „Wenn man sich an die Gebrauchsanweisung hält, kann nichts passieren“, sagt Balzer. Auch ein Sprecher der Feuerwehr Frankfurt sieht keinen Grund, Alarm zu schlagen: „Die neuen Artikel sind geprüft und zertifiziert, insofern machen wir uns da keine Sorgen.“ Dennoch rät er, einen Feuerlöscher oder einen Eimer Wasser für den Notfall parat zu haben. Unfälle gebe es an Silvester immer. Im Nachhinein werde sich nicht sagen lassen, wie viele von ihnen auf die neuen Feuerwerkskörper zurückzuführen seien: Die Frankfurter Feuerwehr werde darüber keine Statistik führen.

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