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Silvester in Frankfurt : Neue Anzeigen wegen Übergriffen an Silvester

  • -Aktualisiert am

Ort des Geschehens in Frankfurt: Die Polizei kann kaum Ermittlungserfolge vorweisen. Bild: dpa

Auch nach mehr als einer Woche erhält die Polizei Frankfurt weiterhin Anzeigen wegen Übergriffen an Silvester. Tatverdächtige konnten bisher nicht ermittelt werden. Die Geschehnisse haben auch Folgen für den Fastnachtsumzug.

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          Die Arbeitsgruppe „Steg“ im Frankfurter Polizeipräsidium erhält noch immer Anzeigen wegen Übergriffen auf Frauen an Silvester. Wie ein Polizeisprecher gestern mitteilte, ermitteln die Beamten inzwischen in 22 Fällen. Am Freitag waren es noch 15 gewesen. Auch in den neu hinzugekommenen Fällen sind Frauen im Mitternachtstrubel in der Nähe des Eisernen Stegs angefasst und bedrängt worden. Zudem seien drei Handys gestohlen worden, sagte der Sprecher. Nach Angaben der Opfer waren die Täter nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

          Polizei wird beim Fastnachtsumzug mehr Präsenz zeigen

          Bisher konnte die Polizei keine Tatverdächtigen ermitteln. Zwar wurden in der Neujahrsnacht in der Innenstadt zehn mutmaßliche Taschendiebe festgenommen, es werde aber immer noch geprüft, ob die Männer im Alter zwischen 15 und 27 Jahren etwas mit den Übergriffen am Eisernen Steg zu tun hätten, hieß es gestern. Die Männer sind den Angaben zufolge Asylbewerber und Flüchtlinge. Einer der Verdächtigen sitzt in Untersuchungshaft, die anderen wurden wieder entlassen.

          Auch wegen der Ereignisse an Silvester will die Polizei beim Frankfurter Fastnachtsumzug am 7.Februar mehr Präsenz zeigen. Das sei aber auch schon vor dem Jahreswechsel wegen der seit den Anschlägen in Paris erhöhten Terrorgefahr so geplant gewesen, sagte der Polizeisprecher. Bisher seien während des Umzugs Polizisten vor allem zur Verkehrsregelung eingesetzt worden. Wie viele zusätzliche Beamte nun benötigt würden, hänge von den weiteren Ermittlungen ab.

          Nach Angaben des Sprechers prüft die Polizei zusammen mit den Beamten anderer Präsidien in diesem Zusammenhang auch, ob möglicherweise Gruppen aus anderen hessischen Städten zu großen Straßenfesten nach Frankfurt reisen, um Straftaten zu begehen. Man wisse von rund 1000 Migranten, die zu Silvester in die Stadt gekommen seien. Es gebe aber derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Gruppen zu Straftaten wie Taschendiebstählen oder Belästigungen während Großereignissen verabredet hätten.

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