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Zwischen 3 G, 2 G und 2-G-Plus : Die neuen Corona-Regeln in Hessen

Auch auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Frankfurter Römerberg gilt die 2-G-Regel. Bild: dpa

Nur der Einzelhandel bleibt weitgehend unberührt, sonst gilt überall 3 G, 2 G und 2-G-plus. Impfverweigerer werden es ab Donnerstag schwerer haben, am öffentlichen Leben in Hessen teilzunehmen.

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          Wer bisher noch gar keine Impfung gegen das Coronavirus bekommen hat, wird es von Donnerstag an schwerer haben, am öffentlichen Leben in Hessen teilzunehmen. Denn dann tritt die neue Corona-Verordnung des Landes in Kraft. Hier die wichtigsten Regeln im Überblick:

          Monika Ganster
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
          • Geimpft und genesen (2 G): An vielen Orten wird nur noch Zutritt nach dem 2-G-Prinzip gewährt, so zum Beispiel in Freizeiteinrichtungen, Sportstätten, Kulturstätten, Gaststätten und Spielhallen. 2-G-plus gilt zudem in Diskotheken und Bordellen. Außerdem gilt bei körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetikern und Nagelstudios 2 G, sofern die Dienste nicht medizinische notwendig sind oder bei der Grundversorgung, wie etwa beim Friseur. Kunden, die körpernahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen, müssen einen FFP2-Maske tragen.
          • Maskenpflicht: Sie wird verschärft und gilt in Schulen, Hochschulen sowie sonstigen Bildungseinrichtungen an Sitzplätzen sowie in Übernachtungsbetrieben, bei Veranstaltungen, in Kinos und Theatern.
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          • Krankenhäuser: Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Arztpraxen und Reha-Kliniken sollen besonders geschützt werden. Dort gilt 2-G-plus für alle Mitarbeiter und Besucher. Das heißt: Sie müssen geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen negativen, höchstens 24 Stunden alten Schnelltest vorlegen können. Die Einrichtung selbst müssen solche Tests ermöglichen, dabei sind auch Selbsttests unter Aufsicht möglich. Mitarbeiter, die geimpft und genesen sind, müssen sich ebenfalls zweimal in der Woche testen lassen.
          • Hotels: In der Regel dürfen sie nur Geimpfte oder Genesene beherbergen. Als Ausnahmen gelten dienstliche Reisen, dann muss ein Ungeimpfter allerdings jeden Tag einen aktuellen negativen Schnelltest vorlegen.
          • Arbeitnehmer: Sie müssen geimpft, genesen oder getestet sein, bevor sie ihren Arbeitsplatz betreten können.
          • Nahverkehr und Fernverkehr: Die Fahrgäste müssen geimpft, genesen oder getestet sein und das auf Nachfrage auch belegen können. Wie bisher müssen sie eine Maske tragen
          • Veranstaltungen: Treffen mit mehr als 25 Personen, auch im privaten Bereich, unterliegen der 2-G-Regel in geschlossenen Räumen. Teilnehmer müssen eine medizinische Maske tragen und Abstand halten. Für den privaten Bereich wird empfohlen, sich vor einem Treffen außerdem einem Schnelltest zu unterziehen. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern müssen genehmigt werden.
          • Jugendliche unter 18 Jahren: Für sie werden Ausnahmen von den 2-G-Regeln gewährt. Ebenso für Erwachsene, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. In 2-G-plus-Bereichen genügt für Jugendliche das Schülertestheft. Darin werden in den Schulen weiterhin dreimal je Woche Selbsttests protokolliert.

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