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Fraport Skyliners : Hoffen auf die Wende

  • -Aktualisiert am

Muss seine Mannschaft neu erfinden: Trainer Gordon Herbert Bild: dpa

Nach dem Überraschungserfolg über den Rangzweiten sieht die Realität für die Fraport Skyliners nach zuvor acht Pflichtspielniederlagen nacheinander wieder erträglicher aus. Insbesondere Larson und Holder machen Mut.

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          Als Wendepunkt wollte Jonas Wohlfarth-Bottermann den sechsten Saisonsieg der Fraport Skyliners gegen Oldenburg (75:74) noch nicht einordnen. „Wir müssen uns jetzt Schritt für Schritt rauskämpfen.“ Der Center des Frankfurter Basketball-Bundesligavereins, der einer der Vorkämpfer in der Mannschaft ist, ist sich bewusst, dass dem Tabellenvierzehnten (12:18 Punkte) in den kommenden Monaten ein besonderer Härtetest bevorsteht. 19 Spiele warten in der Hauptrunde, und davon sollten die Hessen zwölf gewinnen, um eine realistische Chance auf den Play-off-Einzug zu haben. Angesichts des bisherigen Abschneidens ist das pures Wunschdenken. Aber seit Sonntag und dem Überraschungserfolg über den Rangzweiten sieht die Realität nach zuvor acht Pflichtspielniederlagen nacheinander wieder erträglicher aus. Wenn der erste Eindruck nicht täuscht, haben die beiden zuletzt verpflichteten Aufbauspieler Tyler Larson und Tra Holder das Potential, die Mannschaft auf ein deutlich besseres Niveau zu heben.

          Ein Ballverlust nach 20 Minuten gegen Oldenburg, insgesamt acht nach 40 Minuten: Larson (9 Punkte) und Holder (11) können den Ball wesentlich besser kontrollieren als ihre Vorgänger auf der Position eins. Der neue Chef als Point Guard, Larson, strahlt nicht nur Souveränität aus, er ist auch zupackend und vielseitig. Der Amerikaner kreiert seine Würfe selbst oder verteilt kluge Vorlagen. Sein Landsmann Holder, dessen Wirkungskreis mehr auf der Position zwei lag, stärkte mit seiner Wendigkeit und Übersicht ebenfalls das Zusammenspiel der neu sortierten Skyliners.

          „Wir haben keine Meisterschaft gewonnen“

          Für Elijah Clarance bedeutet das, dass er wieder ins zweite Glied zurücktreten muss. Hätte das 20 Jahre alte schwedische Talent gegen Oldenburg Spielzeit erhalten, hätte er nicht mehr in der zweiten Vereinsmannschaft in der drittklassigen Pro B eingesetzt werden dürfen. „Für seine Entwicklung ist es aber besser, dort zu spielen“, sagte Trainer Gordon Herbert. Die Skyliners können bis Ende März noch einen neuen Spieler für ihr Bundesligateam an sich binden. Ob es ein weiterer Aufbauspieler – womöglich wird der verletzte Trae Bell-Haynes oder Jason Clark die Hessen noch verlassen – sein wird oder ein Flügelspieler, mit dieser Entscheidung wollen sich die Frankfurter Zeit lassen. „Es hängt davon ab, wie die Mannschaft nun performed“, sagte Herbert.

          Er und Geschäftsführer Gunnar Wöbke wollen ein Gefühl dafür entwickeln, wie wettbewerbsfähig der neue Personalbestand ist. Die Erstliga-Runde ist schon weit fortgeschritten. Aber die Frankfurter hinken nicht nur ihren Ansprüchen hinterher. Mit den Neuverpflichtungen und den verletzten Spielern, die demnächst zurückkehren werden, entspreche der Entwicklungsstand des Teams eher der Periode am Saisonanfang, sagte Wöbke. Mitten in der Runde müssen sich die Skyliners neu finden. Nach dem unerwarteten Coup gegen Oldenburg fühlten sie sich obenauf. Aber: „Wir haben keine Meisterschaft gewonnen“, sagte Wohlfarth-Bottermann und dämpfte bewusst die allgemeine Begeisterung.

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