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Neues Gymnasium entsteht : Erasmus-Schule zieht ins Ostend

Bildungsstätte: Wenn die Studenten ausgezogen sind, werden an der Sonnemannstraße Kinder und Jugendliche lernen. Bild: Michael Kretzer

Das frei werdende Gebäude der Frankfurt School of Finance & Management war begehrt. Den Zuschlag hat der Arbeiter-Samariter-Bund bekommen. Nun zieht die Erasmus-Schule ein und plant eine Erweiterung des Angebots.

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          Auf die Liegenschaft an der Sonnemannstraße hatte auch die Stadt einen Blick geworfen. Schließlich sucht das Schuldezernat händeringend nach zentrumsnahen Standorten, an denen sich neue Bildungsstätten für die wachsende Frankfurter Schülerschaft einrichten lassen. Nur wenige eignen sich zu diesem Zweck so gut wie das Gebäude der Frankfurt School of Finance & Management, das 2017 frei wird, wenn die Hochschule ihren neuen Sitz an der Adickesallee bezieht.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch den Zuschlag hat nicht die Stadt, sondern ein privater Träger bekommen: der Landesverband Hessen des Arbeiter-Samariter-Bunds. Er will an der Sonnemannstraße die Erasmus-Schule ansiedeln, die bisher an zwei Standorten untergebracht ist: im Westend gegenüber der Messe und am Westbahnhof. Im Sommer hatte der ASB die Mundanis-Schule erworben, die er in die Erasmus-Schule eingliedern möchte. Daraus soll eine mehr als doppelt so große Grundschule hervorgehen, außerdem soll zum nächsten Schuljahr ein Gymnasium eröffnet werden.

          „Ideale Immobilie an einem hervorragenden Standort“

          Das Gebäude der Frankfurt School befindet sich in Nachbarschaft zur Volkshochschule, zum Abendgymnasium und zur Bethmannschule, einer kaufmännischen Berufsschule. In Laufweite liegen die Europäische Zentralbank, das Dr.Hoch’sche Konservatorium und das Mainufer. Außerdem ist der Standort durch S- und Straßenbahnen gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Der ASB-Landesvorsitzende Ludwig Frölich sagte, sein Verband habe „eine ideale Immobilie an einem hervorragenden Standort erworben, um unsere strategische Zielsetzung zum Aufbau einer weiterführende Schule zu verfolgen“.

           

          Die Liegenschaft erfülle alle Ansprüche an Lage, Größe und Infrastruktur, außerdem sei das Gebäude in einem exzellenten Zustand, sagte Frölich. Die benachbarten Bildungseinrichtungen böten ein „inspirierendes Umfeld“. Udo Steffens, der Präsident der Frankfurt School, zeigte sich seinerseits erfreut darüber, mit dem ASB „nicht nur einen Käufer, sondern vor allem einen verlässlichen Partner gefunden“ zu haben. ASB und Frankfurt School seien beide Bildungsträger und hätten deshalb Verständnis für die wechselseitigen Bedürfnisse. „So haben wir uns auf eine zweistufige Übergabe geeinigt: Der derzeitige Seminarbereich wird zum 1. August 2017 und die restlichen Flächen werden zum 31. Dezember 2017 übergeben.“

          Erst in der vergangenen Woche hatte der ASB mitgeteilt, das reformpädagogische Konzept der Erasmus-Schule mit ihren Arbeitssprachen Deutsch, Englisch und Spanisch auf ein Gymnasium auszudehnen. Zum nächsten Schuljahr sollen die ersten fünften Klassen gebildet werden. Das Schulgeld für einen Ganztagsplatz inklusive Ferienprogramm beträgt 680 Euro im Monat.

           

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