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Hauptaktionär prüft Verkauf : Darum steht der Blutplasma-Spezialist Biotest vor einem Eignerwechsel

Rohstoff Blut: Biotest verarbeitet Blutplasma, das Antikörper enthält. Bild: Biotest

Aus Blutplasma gewinnt Biotest lebensrettende Medikamente, auch zur Behandlung von Covid-19. Ein chinesischer Investor wollte das Unternehmen aus dem hessischen Dreieich zum Global Player aufbauen – doch seine Herkunft steht dem im Weg.

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          Bernhard Ehmer zeigte sich glücklich: Er freue sich sehr, erklärte 2017 der damalige Chef der Biotest AG mit Sitz in Dreieich, über den neuen Eigentümer aus China: „Wir haben nun einen starken Partner, der Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte ermöglicht und uns dabei hilft, unsere internationale Präsenz auszubauen.“ 1,3 Milliarden Euro hatte damals der Creat-Konzern den Gründern und anderen großen Aktionären des damaligen S-Dax-Unternehmens geboten, es war eine der größten Übernahmen eines deutschen Mittelständlers durch Chinesen.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Denn nun hat der Investor eine Bank damit beauftragt, einen Käufer für das börsennotierte Unternehmen mit 1800 Beschäftigten zu finden, das aus Blutplasma Medikamente entwickelt und herstellt, etwa zur Behandlung von Bluterkrankheiten, Autoimmunstörungen oder von Covid-19-Patienten. Biotest bestätigt zwar, dass Creat einen Käufer sucht, will sich aber ansonsten nicht äußern.

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