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Im Pokal gegen Waldhof : Der Freund als Gegner

Anspruchsvolle Aufgabe: Eintracht-Trainer Adi Hütter Bild: dpa

Die Eintracht trifft in der ersten Runde auf Mannheim. Auf die Frankfurter wartet ein unangenehmer Gegner. Welche Taktik hat Trainer Hütter vorbereitet?

          Auf nach Mannheim. Wie schon im Vorjahr bekommt es die Frankfurter Eintracht im Pokalwettbewerb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einem unangenehmen unterklassigen Klub zu tun. Diesmal aber will die Mannschaft von Trainer Adi Hütter alles anders machen und die erste Runde, die rund um das zweite August-Wochenende zwischen dem 9. und 12. August ausgetragen wird, unbeschadet überstehen. Nach dem peinlichen Aus im Sommer des vergangenen Jahres bei den Regionalliga-Amateuren des SSV Ulm kann diesmal das Ziel gegen den in die dritte Liga aufgestiegenen SV Waldhof Mannheim nur ein Sieg sein. Ein Erfolg bei Freunden?

          Tatsächlich ist es so, dass sich die Fußballfans der Eintracht und der Waldhof-Buben in großer Sympathie und Wertschätzung verbunden fühlen. Fredi Bobic weiß um die Fanfreundschaft beider Klubs, und auch deshalb sagte der Frankfurter Sportvorstand in einer ersten Stellungnahme nach der Auslosung: „Waldhof Mannheim ist ein toller, ambitionierter Gegner. Wir spielen bei einem Traditionsverein, der zuletzt mit dem Aufstieg einen großen Erfolg feiern konnte. Für unsere Fans wird das natürlich ein Fest, wenn man die Fanfreundschaft sieht. Wir wünschen uns dementsprechend ein faires und friedliches Fußballfest! Aber klar ist, dass wir unbedingt weiterkommen möchten.“Das sollte zu schaffen sein, denn in den vergangenen 16 Jahren haben die Waldhöfer ausnahmslos im Amateurbereich Fußball gespielt. Die Erinnerungen an einstige Bundesligazeiten mit einem Kulttrainer Klaus Schlappner liegen weit, sehr weit zurück.

          Damals, in den 1980er Jahren, genossen die Mannheimer erstklassige Bundesligaluft – unter anderen mit einem schillernden Fußballprofi wie Maurizio Gaudino, der später von 1993 bis 1997 den Dress der Eintracht trug. Beim Wiedersehen mit den neuen Waldhof-Buben im ausverkauften Carl-Benz-Stadion wird die Delegation des Bundesligasiebten zumindest einen Ehemaligen mit Eintracht-Stallgeruch treffen: Jochen Kientz ist Sportlicher Leiter des SV Waldhof.

          „Gewiss nicht chancenlos“

          Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer, Schützin des „Golden Goals“ beim Titeltriumph der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft 2003 in den Vereinigten Staaten, hatte als Losfee überhaupt zumeist ein glückliches Händchen bei der Auslosung der 32 Erstrundenspiele. Denn auch die Partie des 1. FSV Mainz 05 beim rheinland-pfälzischen Landesrivalen 1. FC Kaiserslautern ist attraktiv. „Mit dem Derby in Kaiserslautern haben wir ein geiles Los gezogen“, sagte der Mainzer Bundesligatrainer Sandro Schwarz. „Wir wissen um die Atmosphäre in Kaiserslautern, wollen als Bundesligist aber selbstverständlich unserer Favoritenrolle gerecht werden und haben auch im DFB-Pokal Ziele“, sagte 05-Sportvorstand Rouven Schröder über das erste Landesderby seit der Saison 2011/2012.

          Die beiden hessischen Zweitligavereine SV Darmstadt 98 und der SV Wehen Wiesbaden haben unterschiedliche Aufgaben zugelost bekommen. Während die „Lilien“ als Favorit zu den Amateuren des FC Oberneuland nach Bremen reisen, dürften im Duell des Aufsteigers aus der hessischen Landeshauptstadt die in die Bundesliga zurückgekehrten Profis des 1. FC Köln trotz eines Auswärtsspiels favorisiert sein. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren gegen höherklassige Teams immer sehr teuer verkauft, daher gehen wir gegen Köln zwar als Außenseiter in die Partie, sind aber ganz gewiss nicht chancenlos“, sagte Christian Hock, der Sportdirektor des SV Wehen Wiesbaden.

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