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Deutschland-Chef der ING-Bank : „Wir wollen in Frankfurt wachsen“

Frankfurt-Fan: Beim Fußball sympathisiert Nick Jue, der Deutschland-Chef der ING, jedoch mit den Niederländern. Bild: Cornelia Sick

Nick Jue möchte, dass seine Bank digitaler und flexibler wird. Dafür hat der Deutschland-Chef der ING 18 Monate lang vieles geändert. Doch nicht jedem Mitarbeiter gefällt das.

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          Sie haben kürzlich auf einer Tagung gesagt, dass Banken scheitern müssen, um erfolgreich zu sein. Was war Ihr größtes Scheitern als Vorstandschef, und was haben Sie daraus gelernt?

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Scheitern vielleicht nicht, aber es muss erlaubt sein, dass Mitarbeiter auch mal einen Fehler machen dürfen, um daraus zu lernen. Wir haben als Bank in den vergangenen Monaten einen Wandlungsprozess hinter uns gebracht, der viel Kraft gekostet hat. Wir sind nun die erste agile Bank Deutschlands. Wenn ich das noch mal machen müsste, würde ich ganz sicher noch mehr kommunizieren, als ich es getan habe. Damit meine ich nicht die Kommunikation mit meinen Führungskräften, sondern mit meinen Mitarbeitern. Denn wer so wie wir ein Unternehmen innerhalb von 18 Monaten in eine agile Organisation verwandelt, der muss auf diesem Weg auch die Mitarbeiter mitnehmen. Viele Kollegen haben nicht verstanden, wieso wir uns verändern müssen, obwohl wir so erfolgreich sind. Und wenn das so ist, dann habe ich es nicht gut genug erklärt.

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