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Ironman in Frankfurt : Gewachsene Erfolgsgeschichte

Eine Klasse für sich: Jan Frodeno siegt bei dem diesjährigen Ironman in Frankfurt. Bild: AP

Seit Jahren dominieren vor allem deutsche Athleten in der Ironman-Distanz. Besonders deutlich wird das bei der Europameisterschaft in Frankfurt. Ein Kommentar

          So viel geballte Ironman-Kompetenz hat es in Frankfurt noch nicht gegeben. Alle sechs deutschen Hawaii-Sieger sind am Sonntag am Main gewesen. Jan Frodeno und Patrick Lange äußerst sportlich, als es galt, Europameister auf der Langdistanz zu werden. Faris Al-Sultan unterstützend, als es galt, als Trainer seinem Athleten Lange die rechten Tipps zur rechten Zeit zu geben. Normann Stadler anführend, als es galt, beim prominent besetzten Staffelrennen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Sebastian Kienle und Thomas Hellriegel kommentierten für das Hessenfernsehen, das mit großem Aufwand und insgesamt 140 Mitarbeitern zeigte, was auch an diesem besonders langen Tag nördlich und südlich des Mains und andernorts zu sehen war: Extraklasse.

          Triathlon zum Anfassen – dies trifft mehr denn je auf das Rennen in Frankfurt zu, bei dem die Zuschauer an manchen Kulminationspunkten die Straßen säumen, um den Stars der Szene ganz nah zu sein. Seit 2002 schon gibt es den Ironman am Main. Das Rennen, längst zur Europameisterschaft aufgewertet und damit zur Nummer zwei hinter dem Klassiker auf Hawaii geworden, hat sich in all den Jahren verselbständigt. „Organisatorisch“, wusste Ironman-Germany-Geschäftsführer Björn Steinmetz schon vorab zu berichten, „wird es überhaupt keine Probleme geben.“ Die Maschinerie läuft, die Mechanismen wirken – und auch dank der 4500 freiwilligen Helfer, die sich nicht minder akribisch auf diesen ganz besonderen Tag vorbereiten, ist der Ironman Frankfurt eine gewachsene Erfolgsgeschichte. Die Schweizerin Daniela Ryf sagte nach ihrem überragenden Sieg: „Ich war heiß auf dieses Rennen. Es ist super abgegangen.“ Zwölfmal kam in den bisherigen 17 Frankfurter Rennen der Männer-Sieger aus Deutschland. Das ist kein Zufall, denn gerade auf der prestigeträchtigen Ironman-Distanz sind es Athleten aus dem Herzen Europas, die auf die Karte Ironman setzen und seit Jahren Weltspitze sind. Der Blick auf die WM in Kona mag dies unterstreichen. Seit 2014 trägt der Hawaii-Champion einen deutschen Namen. 2018 sind erstmals alle sechs deutschen Sieger in Frankfurt gewesen. Es passte zum Tag der Extraklasse.

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