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Designklassiker Gießkanne : Gärtnerglück aus einem Guss

Bunte Wasserträger: Die Form der Gießkannen ist ausgereift, die Farbpalette hingegen ändert sich immer wieder. Bild: Lucas Bäuml

In diesen Tagen nimmt sie wieder fast jeder zur Hand: die bunte Gießkanne. Die Firma Geli aus Alzenau hat vor 60 Jahren das erste Exemplar aus Kunststoff auf den Markt gebracht – und damit einen Klassiker geschaffen.

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          Wer Trends liebt, hat vielleicht eine in Pink oder die hellblaue. Die der Großmutter war vermutlich grün, aber sie hatte ja nicht nur eine, sondern eher in jeder Ecke eine; die kleinere auf der Fensterbank, dann eine auf der Terrasse und natürlich noch ein Exemplar im Garten. "Manchmal fragen wir uns auch, wer denn noch eine neue Gießkanne braucht", sagt Pascal Lippert und lacht. 120 Millionen bunte Kunststoffgießkannen hat die Geli GmbH, die er und seine Schwester Nadine in ein paar Jahren führen werden, seit den 1960er Jahren schon unters Volk gebracht - und die Nachfrage reißt nicht ab. Die Geli-Gießkanne ist ein ähnlich weitverbreitetes Produkt wie Tempo-Taschentücher, TesaFilm und Aspirin-Tabletten. Nur dass sich in ihrem Falle der Gattungsbegriff und nicht der Markenname durchgesetzt hat.

          Inga Janović
          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Und so wissen meist nicht einmal passionierte Gärtner, welche Geschichte hinter ihrem unentbehrlichen Wasserträger steckt - und dass er aus dem Rhein-Main-Gebiet stammt. Es war der Großvater von Nadine und Pascal Lippert, der diese Design-Ikone für den Alltagsgebrauch mit seinem Bruder entwickelt hat. Die Gebrüder Lippert hatten ihr Unternehmen 1949 in Alzenau, also im bayerischen Teil des Rhein-Main-Gebiets, gegründet und fertigten zuerst Haushaltsgegenstände aus Blech: Brikettschütten, Bettpfannen, Gießkannen. Ihre erste Werkstatt war eine Garage im Ortsteil Kälberau, wenig später zog die Geli Gebrüder Lippert GmbH an einen größeren Standort in den Ortsteil Michelbach um.

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