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Tourismus im Taunus : Von normalen Zeiten noch weit entfernt

Versteckt zwischen Bäumen und Sträuchern geht es gemütlich im Zeltplatzbistro im Taunus bei Eppstein zu. Bild: Helmut Fricke

Weder ist der Taunus noch Oberursel eine Gegend für den klassischen Sommerurlaub. Im zweiten Corona-Jahr bleiben die Gäste aber auch hier länger als früher.

          5 Min.

          Lars Eidinger und Bjarne Mädel wollen auf ihrem Roadtrip an die Ostsee und nicht in die Berge. Als ungleiches Brüderpaar machen sich die beiden Schauspieler in „25 km/h“ nach dem Tod des Vaters mit ihren alten Mofas auf den Weg. Der Spielfilm aus dem Jahr 2018 lief dieser Tage zur besten Sendezeit im Fernsehen. An einer Tankstelle begegnen die Protagonisten einer Familie mit Zwillingsmädchen, deren Reise doch tatsächlich in den Taunus führt. Und die guten Urlaubswünsche Eidingers für die ihn anstarrenden Kinder klingen weniger ironisch als erwartet: „Viel Spaß im Taunus.“

          Bernhard Biener
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Wie das Mittelgebirge als Ferienziel ins Kino gekommen ist, kann Nadine Schnitzer, stellvertretende Geschäftsführerin des Taunus-Touristik-Service, nicht sagen. Das Filmzitat sei jedenfalls kein teuer bezahltes Product-Placement. Aktiv bemühen sich die Vermarkter des Taunus hingegen um sogenannte Influencer, die auf ihren Internetseiten von ihren Reisen berichten und oft eine große Reichweite haben. Die gedruckten Broschüren, die im Taunus-Informationszentrum an der Oberurseler Hohemark über den Tresen gehen, sind zwar unverzichtbar. Aber um jüngere Zielgruppen zu erschließen, muss man auf deren digitalen Tummelplätzen präsent sein. Deshalb haben Marina und Alisa von „bevandert.com“ mit ihrem Campingbus außer im Hunsrück und im Rothaargebirge auch in Weilrod und Eppstein haltgemacht, während der „Outdoor Dad“ auf Instagram durch das Maislabyrinth zwischen Bad Camberg und Limburg stapft.

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