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Der Lokaltermin : Trofie und Kalbsleber

Pionier: Der Stadtteil rund um „Da Cimino“ ist noch im Werden. Bild: Wonge Bergmann

Das italienische Restaurant „Da Cimino“ ist einer der wichtigsten Anlaufpunkte für die Bewohner im westlichen Teil des Europaviertels. Der Lokaltermin.

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          Ein bisschen kann man sich schon vorstellen, wie es hier einmal aussehen wird. Noch fällt der Blick von der Terrasse auf eine braune Einöde mit der Skyline als Hintergrund. Doch wenn der Europagarten erst fertig ist, dann sitzen die Gäste hier direkt im Grünen. Der Tunnel unter dem neuen Park im neuen Stadtteil ist noch in Bau. Überhaupt wird im Europaviertel noch an allen Ecken und Enden gebaggert, gehämmert, verschalt und verputzt. Das neue Quartier wächst und wächst, und die Zeichen städtischen Lebens sind noch spärlich.

          Peter Badenhop
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eines dieser wenigen Zeichen ist das „Da Cimino“. Zusammen mit dem großen Rewe-Markt ist das italienische Restaurant einer der wichtigsten Anlaufpunkte für die Bewohner im westlichen Teil des Viertels. Im Erdgeschoss eines mächtigen Neubaus am Tel-Aviv-Platz hat Cono Cimino das Lokal zu Jahresbeginn eröffnet.

          In Bockenheim und Niederrad betreibt er seit vielen Jahren zwei Restaurants, und in seiner neuen Dependance setzt er ebenso wie dort auf klassische italienische Küche ohne viel Innovation, aber mit einem Blick für Qualität. Die Karte ist sehr groß, sie umfasst gut 200 Positionen, wobei die Gäste schon allein unter mehr als 30Pizza-Variationen wählen können. Noch umfangreicher ist das Angebot an Pasta-Gerichten, darunter die wunderbar deftigen Spaghetti alla Puttanesca mit Tomatensoße, Knoblauch, Kapern, schwarzen Oliven und Sardellen (8,50 Euro) und die ligurischen Trofie mit Kalbsragout und Parmesan (12,50 Euro). Außerdem gibt es noch etliche Varianten von Vorspeisen und Salaten sowie zahlreiche Gerichte mit Fleisch und Fisch.

          Unbedingt zu empfehlen: die Scaloppine

          Für Kalbsleber hat der Koch offenbar ein besonderes Faible: Er gart die zarten Stücke auf dem Grill oder brät sie mit Zwiebeln, es gibt sie aber auch ganz klassisch in Butter und Salbei oder mit einer aromatischen Balsamico-Soße (18 Euro). Zu empfehlen sind aber auch die Scaloppine, dünn geschnittene und kurz gebratene Kalbsschnitzel, die mit unterschiedlichen Soßen und Beilagen serviert werden, neulich zum Beispiel mit Pfifferlingen und einer cremig-würzigen Sahnesoße als Teil des Mittagsmenüs, das mit 10,50 Euro inklusive Vorspeisensalat für Frankfurter Verhältnisse recht günstig berechnet wird.

          Das ist alles keine Sensation, aber solide italienische Kochkunst in einem modern eingerichteten Restaurant, das sich für ein schnelles Mittagessen ebenso eignet wie für einen langen, gemütlichen Abend mit Freunden. Gerade für Letzteren gibt es im „Da Cimino“ auch eine ganz ordentliche Auswahl an Weinen. So können sich die Bewohner des Europaviertels schon jetzt bei ihrem Stadtteil-Italiener treffen – noch bevor ihr Stadtteil überhaupt fertig ist.

          „Da Cimino“, Europa-Allee 121, Europaviertel, Telefon 67866688. Geöffnet täglich von 11 bis 23 Uhr.

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