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Der Lokaltermin : Maiden-Ale und Roastbeef

Lange Abende im Tudorstil: Der Gastraum des „London Pub“ in Alt-Sachsenhausen kommt seinen Vorbildern auf der Insel erstaunlich nahe. Bild: Wonge Bergmann

Britische und irische Biere, eine lange Liste mit Gins und Whiskys und natürlich: Fish and Chips. Ein Besuch im „London Pub“ in Alt-Sachsenhausen bringt Insel-Feeling. Der Lokaltermin.

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          Wahrscheinlich ist das Ganze für Bruce Dickinson und die anderen Jungs von Iron Maiden nichts weiter als eine weitere Geldquelle. Andere Heavy-Metal-Bands haben schließlich auch Bier und Wein mit ihrem Namen auf den Markt gebracht, AC/DC, Kiss und natürlich Motörhead. Gekauft wird das Zeug von den Fans vor allem wegen der ausgefallenen Etiketten; der Geschmack spielt meistens eine untergeordnete Rolle.

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch das „Trooper Ale“ von Iron Maiden hat ein ungewöhnliches, an die Platten-Cover der Band angelehntes Label. Bemerkenswert ist vor allem aber der Inhalt der Flaschen: Das gold-orange Ale imponiert mit einem intensiven, frischen Orangen- und Zitrus-Aroma und einer feinen hopfenbetonten Bitterkeit. Kurz gesagt: Es ist richtig gut.

          Inselklassiker aus der Küche

          Aber bevor der geneigte Gast im „London Pub“ in Alt-Sachsenhausen gleich noch ein zweites Metal-Bier bestellt, sollte er erst einmal einen Blick auf den Rest des Angebots werfen. Das hält noch ein paar weitere gute Beispiele britischer Braukunst bereit, zum Beispiel das Ale von der Londoner Brauerei Fuller’s, das den passenden Namen „London Pride“ trägt und weit über die britische Hauptstadt hinaus bekannt ist.

          „The London Pub“ ist eine Schöpfung des Gastronomen Lior Ehrlich, der mit seinen „Trattoria Amici“-Restaurants in der Stadt bekannt ist. In einem Ecklokal an der Großen Rittergasse, in dem früher die Ebbelwei-Schänke „Dauth’s Hinnerkopp“ und zuletzt eine Brasserie namens „Hugo“ zu Hause waren, hat er einen englischen Pub einrichten lassen, der mit den schwarz-weißen Längsstreifen und Monarchen-Porträts an den Wänden und der Möblierung an den Stil der Tudorzeit in England erinnert und sich auch mit seinem Angebot an Speisen und Getränken an den angelsächsischen Public Houses, sprich Pubs, orientiert.

          Neben einer ordentlichen Auswahl an britischen und irischen Bieren gibt es eine lange Liste mit Gins und Whiskys. Aus der Küche kommen Inselklassiker wie das Gurken-Sandwich (vier Euro), Coleslaw (8,50 Euro), Roastbeef (12,50 Euro) und Lammchops mit Minzsoße (22,50 Euro). Natürlich gibt es auch Fish and Chips.

          Unübertroffene Walker Crisps

          Und tatsächlich kommt dieses Traditionsgericht, wie die meisten im „London Pub“, dem Original ziemlich nahe: Der Fisch im sehr knusprig ausgebackenen Bierteig ist schön saftig, die Pommes sind breit und flach geschnitten und wie im Königreich meist auch ein bisschen matschig, aber mit ein paar Spritzern Sarson’s Malz-Essig dennoch ein Genuss. Statt der üblichen Erbsen findet sich auf dem Teller allerdings nur ein Klecks Erbsencreme – aber auch die schmeckt am Ende ganz ordentlich. Und mit ein paar Schlucken Ale lässt sich bekanntlich alles herunterspülen.

          Für Gäste, denen das alles zu üppig ist und die nur einen kleinen Snack als Begleitung für Bier oder Drinks brauchen, hält der Barkeeper im Übrigen die unübertroffenen Walker Crisps bereit. Zum Ale der Iron-Maiden-Männer passt am besten die Version mit Worcestershire Sauce. Cheers!

          „The London Pub“, Große Rittergasse 53, Alt-Sachsenhausen, Telefon 67 73 82 82, Internet www.the-london-pub.de. Geöffnet montags bis samstags von 18 Uhr an, sonntags von 12 Uhr an.

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