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Frankfurts neuer Trainer : Der Chancenverwerter

  • -Aktualisiert am

Titelsammler: Schon in seiner Aktivenzeit feierte Adi Hütter (hier im Trainingsanzug von Young Boys Bern) mit Austria Salzburg drei Meistertitel. Bild: dpa

Meister in der Schweiz, Meister in Österreich – und nun Trainer in Frankfurt. Adi Hütter hat so manchen Erfolg vorzuweisen. Doch was kann er der Eintracht Neues bieten?

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          Das Jahrtausend ist verwichen, auch den Wettbewerb gibt es längst nicht mehr. Doch um dem neuen Eintracht-Frankfurt-Trainer Adi Hütter näherzukommen, kann es nicht schaden, zurückzublicken auf den 7. Dezember 1993, auf ein Achtelfinalrückspiel im Uefa-Cup. Hütter kurbelte damals im Mittelfeld von Austria Salzburg, das Team stand gegen Sporting Lissabon vor dem Aus. Sie hatten auswärts 0:2 verloren, führten daheim nach 89 Minuten 1:0. Das hätte nicht gereicht, doch Salzburg brachte noch einmal den Ball nach vorne zu Hütter, der zog aus dreißig Metern Entfernung ab und traf zum 2:0. Salzburg kam in die Verlängerung und dank eines dritten Treffers weiter. Hütter gab nach Schlusspfiff gefasst zu Protokoll: „Ich habe meine Chance gesehen, und ich habe sie genützt."

          Diese Aussage und die Kontrolle, unter der er sich selbst in Ausnahmesituationen hat, beschreiben diesen Mann sehr gut. Adi Hütter, 48 Jahre alt, ist ein Chancenverwerter. Einer, der auch aus geringen Möglichkeiten viel machen kann. Das hat der Vorarlberger als Fußballer wie als Trainer bewiesen. Seine Aktivenzeit hatte ihn aus eher tiefer Provinz (Altach) bis hin zu Austria Salzburg, dort zu drei Meistertiteln und ins österreichische Nationalteam geführt, in dem er 14 Mal spielte und drei Tore erzielte.

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