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Demonstration pro Palästina : „Intifada heißt Volkswiderstand“

Etwa 150 Teilnehmer waren dem Aufruf zur Pro-Palästina-Demonstration in Frankfurt gefolgt. Bild: Laila Sieber

Die Frankfurter Innenstadt wird abermals zum Schauplatz einer anti-israelischen Demonstration. Anlass ist die Erinnerung an den Sechstagekrieg, aber auch der jüngste Konflikt zwischen der Hamas und Israel.

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          In strömendem Gewitterregen hat am Samstagnachmittag in Frankfurt eine propalästinensische Demonstration begonnen. Rund 150 Teilnehmer und somit wesentlich weniger als erwartet sammelten sich am Hauptbahnhof und zogen in Richtung Hauptwache. Die meist jungen Leute schwenkten palästinensische Fahnen und zeigten Plakate und Banner mit Aufschriften wie „Es lebe der Widerstand“. Als sich der Zug in Bewegung setzte, skandierten die Demonstranten „From the River to the Sea“, also die Forderung nach einem palästinensischen Staat vom Jordan bis zum Mittelmeer. Am Abend endete die Demonstration mit einer Kundgebung an der Katharinenkirche. Die Polizei sprach von in der Spitze rund 250 Teilnehmern und einem friedlichen Verlauf.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Anlass der Demonstration war die Erinnerung an den Sechstagekrieg, in dem Israel Anfang Juni 1967 unter anderem den Gazastreifen, das Westjordanland, Ost-Jerusalem und die Golanhöhen unter seine Kontrolle brachte. Wegen des jüngsten militärischen Konflikts zwischen Israel und der Hamas war es in den vergangenen Wochen schon zu mehreren Kundgebungen in Frankfurt gekommen. Die Polizei hatte strikte Auflagen erlassen, unter anderem gegen beleidigende, volksverhetzende und antisemitische Parolen.

          Im strömenden Regen zogen Demonstrantinnen und Demonstranten durch die Straßen.
          Im strömenden Regen zogen Demonstrantinnen und Demonstranten durch die Straßen. : Bild: Laila Sieber

          Eine 19 Jahre alte Demonstrantin, die am Samstag ein Schild mit den Schriftzügen „Intifada heißt Volkswiderstand“ und „Israel = Apartheid“ zeigte, begründete dies mit der Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel. Sie wohne in Frankfurt, aber ihre Familie komme aus Palästina. Die Palästinenser hätten das Recht, „sich zu wehren“. Auch ein junger Mann wollte sich nicht von den Raketenangriffen der Hamas auf Israel distanzieren. Er hielt ein Pappschild in die Höhe, auf dem Israel beschuldigt wird, den Palästinensern das Land und  die Lebensgrundlagen zu nehmen, sie zu bombardieren, einzusperren und zu töten.

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