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Demo gegen Geflügelschlachtbetrieb : Proteste gegen Massentierhaltung

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Mit Schweinemaske gegen den Geflügelschlachtbetrieb: Eine Teilnehmerin der Demonstration gegen Massentierhaltung in Gudensberg. Bild: dpa

Der Geflügelschlachtbetrieb Plukon Gudensberg hat einen neuen Bebauungsplan erwirkt. Die Gegner befürchten einen Ausbau und eine Verdopplung der geschlachteten Tiere. Doch der Betrieb widerspricht.

          Mit Plakaten und in Kostümen haben mehrere Hundert Menschen im nordhessischen Gudensberg gegen Massentierhaltung demonstriert. Die Polizei sprach am Samstag von gut 400 Teilnehmern, die Veranstalter von etwa 550. Neben vielen Bürgern beteiligten sich auch Mitglieder von Umwelt- oder Tierschutzverbänden, wie eine Sprecherin der Bürgerinitiative „Chattengau gegen Massentierhaltung“ sagte. Die Initiative hatte die Demo organisiert. Die Teilnehmer trugen zahlreiche Transparente, einige marschierten in Tierkostümen durch die Stadt.

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          Die Demo richtete sich gegen den Geflügelschlachtbetrieb Plukon Gudensberg, der für sein Betriebsgelände einen neuen Bebauungsplan erwirkt hat. Die Gegner befürchten, dass die Schlachtzahl auf 180 000 pro Tag verdoppelt werden soll. Dem hat die Sprecherin von Plukon Gudensberg widersprochen: „Wir haben nicht vor auszubauen.“ Es seien mit der Änderung des Bebauungsplanes lediglich Investitionen in Umweltschutz und Modernisierung geplant. Laut Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner (SPD) geht es vor allem um die „Verringerung von Geruchsemissionen“, also um weniger Gestank. Deshalb habe die Stadtverordnetenversammlung dem Vorhaben des Unternehmens zugestimmt. In dem Betrieb arbeiten etwa 300 Menschen.

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