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400 Arbeitsplätze : Dekabank will jede zehnte Stelle streichen

Drastischer Sparkurs: Die Dekabank will 400 Arbeitsplätze streichen. Bild: Ricardo Wiesinger

Die Dekabank will ihre Kosten jährlich um mehr als 50 Millionen Euro reduzieren. Den Preis dafür müssen rund 400 Mitarbeiter zahlen.

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          Die Dekabank plant in den nächsten Jahren den Abbau jedes zehnten Arbeitsplatzes. Wie der Vorstandsvorsitzende Michael Rüdiger gestern berichtete, sollen dadurch die Effizienz des Fondsanbieters der Sparkassen, der seinen Sitz an der Mainzer Landstraße hat, gesteigert werden. Das Ziel sei es, die jährlichen Kosten bis 2021 unter eine Milliarde Euro zu drücken. Derzeit liege man 50 Millionen darüber, überdies sei in den nächsten Jahren ohne Einsparungen mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die Dekabank beschäftigt 4716 Mitarbeiter auf 4179 Vollzeitstellen. Davon sind die meisten in Frankfurt tätig, die anderen verteilen sich auf kleinere Büros in Berlin, München, Düsseldorf und Leipzig, außerdem im Ausland unter anderem auf New York, London, Paris und Luxemburg. Wo die 400 Stellen genau abgebaut werden, steht nach den Worten eines Sprechers noch nicht fest.

          Großer Stellenabbau in der Branche

          Die Gesellschaft will den „Großteil“ des Stellenabbaus, wie es gestern weiter hieß, über Vorruhestandsregelungen und die natürlich Fluktuation erreichen. Sie liege derzeit im Jahr bei vier Prozent der Beschäftigten. Das sind mithin allein schon knapp 200 im Jahr.

          Die Pläne treffen den Finanzplatz insofern zur Unzeit, als derzeit schon über einen weitaus größeren Stellenabbau bei der Deutschen Bank und der Commerzbank spekuliert wird. Dort ist allerdings von weitaus größeren Zahlen die Rede, die Fusion könnte allein in Frankfurt 10.000 Stellen kosten.

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