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Das Verbraucherthema : Mehr Fitness und Wellness zum Neuen Jahr

Schwitzen mit Aussicht: Unter anderem im Einkaufszentrum MyZeil ist Fitness First in Frankfurt vertreten Bild: Röth, Frank

Unbeweglich muss in diesem Jahr niemand bleiben. Der Fitnessmarkt wächst rasant. Vier Studios eröffnen in Kürze in Frankfurt. Bei Preisen und Service gibt es große Unterschiede. Das Verbraucherthema.

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          Zumindest einer, schreibt die Stiftung Warentest, ist topfit: die Branche selbst. Nahezu acht Millionen Bundesbürger trainierten nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte 2012 in Fitnessstudios, vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch der Frankfurter Fitnessmarkt legt ordentlich zu, vor allem die Premiumschiene wächst. Zum 1. Februar wird im Einkaufszentrum Skyline Plaza eine Filiale der Hamburger Luxuskette Meridian Spa eröffnen mit einer Mischung aus Fitness und Wellness. Rund 10.000 Quadratmeter sind dafür in der obersten Etage reserviert, inklusive Dachgarten mit Pool.

          Petra Kirchhoff
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zum Vergleich: Der größte Fitness-First-Club in Eckenheim umfasst 4500 Quadratmeter. Der bundesweit führende Studiobetreiber spielt mit seinen Black-Label- und Platinum-Clubs gleichwohl in einer ähnlichen Liga wie Meridian Spa. Noch in diesem Monat wird Fitness First die Wiedereröffnung seines Luxusstudios im Hilton-Hotel feiern. Für 2015 ist ein weiteres Studio mit Wellnesszone und Pool (3000 Quadratmeter) am Opernplatz geplant. Unweit des Hilton-Hotels, im neuen Geschäftshaus Turm-Carrée (ehemals Turmpalast), wird im zweiten Halbjahr das Tochterunternehmen Elements des Schweizer Handelskonzerns Migros mit einem Fitness- und Wellnessstudio (3800 Quadratmeter) an den Markt gehen.

          Yoga, Pilates, Workout

          In der nächsten Woche startet die Frankfurter Kinessi GmbH ihr erstes Studio am Deutschherrnufer. Hier stehen vor allem Fitnesskurse (Yoga, Pilates, Workout) auf dem Programm ebenso wie funktionales Training, bei dem auf Maschinen verzichtet wird. Der Körper selbst wird mit seinem Gewicht zum Trainingsgerät. Physiotherapie gibt es auf Privatrezept und gegen Bezahlung. Ebenfalls die Nähe zum Main und zur neuen EZB sucht der Frankfurter Filialist Prime Time Fitness, der, vor drei Jahren gestartet, damit sein drittes Studio in der Stadt eröffnet und sein viertes schon in der Planung hat.

          Bild: F.A.Z.

          Kurzum, so viel Fitness in Frankfurt war nie, und Sport-Ambitionierte, denen Sit-ups zu Hause auf der Sportmatte oder die Jogging-Runde am Main - beides gibt es rund um die Uhr gratis - nicht genügen, müssen genau hinschauen, um das richtige Studio und das passende Konzept zu finden. Der Preis spielt dabei auch, aber nicht die einzige Rolle.

          Grundsätzlich geht die Schere, wie in vielen anderen Bereichen, auch im Fitnessgeschäft auseinander. Freizeitsportler entscheiden sich entweder für ein Discountstudio oder einen Premiumclub, berichtet die Stiftung Warentest im aktuellen Heft. Premium, das heißt in der Black-Label-Version von Fitness First am Reuterweg (Die Welle), dass frisches Obst serviert, Handtücher bereitgelegt und Trainingshosen gewaschen werden. In der Mitte gibt es immer weniger. So hat das Triton Training Center im Westend geschlossen. Der Betreiber des Studios Medizinisches Fitness Frankfurt wird die Räume übernehmen und dort eine Filiale eröffnen.

          Günstig: die Turngemeinde

          Zu den günstigen Anbietern in Frankfurt gehören mit Jahresbeiträgen von rund 260 und 380 Euro McFit, Pure Training und die Turngemeinde Bornheim, wie die Tabelle auf dieser Seite zeigt. Auf Wellness müssen zumindest Mitglieder der Turngemeinde nicht verzichten. Die anderen beiden Anbieter punkten mit langen Öffnungszeiten, McFit-Studios sind sogar rund um die Uhr geöffnet.

          Das geht in der Regel zu Lasten der Betreuung. Im Test der Stiftung, die nur Studios von Unternehmen ausprobiert hat, die bundesweit tätig sind, bekommt McFit (Gesamtnote „befriedigend“) für die Betreuung die Note „ausreichend“. Auch der Eingangscheck, auf den Kunden immer Wert legen sollten, beschränke sich hier auf ein Minimum. Doch die Betreuung bei Fitness First (Gesamtnote „gut“) war ebenfalls nur „befriedigend“. Grundsätzlich kann laut Stiftung Warentest jeder als Fitnesstrainer in deutschen Studios arbeiten, eine Lizenz ist nicht erforderlich.

          Trainer von Kieser „gut präsent“

          In der Regel haben teure Studios einen besseren Personalschlüssel. Ein Sprecher der Frankfurter Kette Prime Time hebt hervor, dass in ihren Studios Trainer schon von sechs Uhr morgens an anwesend sind, um Mitglieder intensiv zu betreuen. In diesem Punkt sieht sich das Unternehmen auf dem Niveau von Kieser. Beim Test der Stiftung waren nur die Trainer von Kieser „gut präsent“, wie es heißt.

          Die Kette beschränkt sich in ihren nüchtern eingerichteten Studios auf gesundheitsorientiertes Muskeltraining. Das kann aber auf die Dauer langweilen, wie Kieser-müde Freunde berichten. Andere wiederum sind vom Fitness-Schickimicki in ihrem Studio genervt. Auch solche Punkte sind zu beachten. Hilfreich sind Verträge mit kurzen Laufzeiten und flexiblen Kündigungsfristen. Beim Newcomer Kinessi etwa kommen Kunden binnen vier Wochen vorzeitig aus dem Vertrag. Wenn sie vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von sechs Monaten kündigen, kostet das jedoch 49 Euro Gebühr. Meridian Spa bietet - das ist interessant für Berufstätige, die nur vorübergehend in der Stadt leben -, Mitgliedschaften für einen Monat (159 Euro) sowie zwei (259 Euro) und drei Monate (359 Euro) an.

          Auch eine Rolle spielt die Frage: Darf man alle Studios eines Anbieters nutzen, auch in anderen Städten? Wo kann man parken? Prime Time etwa bietet Mitgliedern bei jedem Besuch zwei Stunden gratis an. Dafür gibt es hier, anders als in vielen anderen Studios, keine Kinderbetreuung. So etwas hilft jedoch Eltern beim Sportprogramm.

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