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Finanzierung zugesagt : Anschub für Frachtdrohne

Starthilfe: Jonathan Hesselbarth (rechts) und Tom Plümmer haben 2016 ein Start-up gegründet, das derzeit abhebt. Bild: Hessen schafft Wissen / Steffen Böttcher

Das Start-up Wingcopter aus Darmstadt bekommt frisches Kapital. Mit ihren Frachtdrohnen ermöglichen sie die Versorgung entlegener Regionen.

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          Mit diesen kleinen Kameradrohnen, mit denen Hobbytechniker Nachbarn sowie am Mainufer liegende Frankfurter und Touristen nerven, sind die Fluggeräte von Wingcopter kaum zu vergleichen: Bis zu 120 Kilometer weit können die Frachtdrohnen fliegen, und zwar bei einer Geschwindigkeit von bis zu 240 Kilometern in der Stunde. Und befördern können sie nicht nur grammleichte Digitalkameras, sondern auch große Pakete, die etwa Medikamente, Lebensmittel oder auch ganz normale Post enthalten.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eingesetzt werden sie, um abgelegene Gebiete in Tansania, in Irland, in der Arktis oder auf der Südseeinsel Vanuato zu versorgen. Nun hat das Start-up, das in Darmstadt von Maschinenbaustudenten gegründet wurde, eine Finanzspritze erhalten: Corecam Capital Partners aus Singapur habe ihnen eine Finanzierung in Millionenhöhe verschafft, hieß es. Die genaue Höhe der Summe wurde nicht mitgeteilt.

          „Die Finanzierung wird dazu beitragen, unser Wachstum signifikant zu beschleunigen“, sagte Gründer Tom Plümmer. Mit dem Geld sollen unter anderem Fachkräfte eingestellt werden, um neue Wingcopter zu entwickeln und den internationalen Vertrieb auszubauen. Bisher habe das Unternehmen Kunden in zehn Ländern und beschäftige 35 Mitarbeiter.

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