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Myzel statt Textilfasern : Designerin will aus Pilzen Kleider herstellen

  • -Aktualisiert am

Dieses luftige Oberteil entstand aus Kombucha-Myzel. Bild: Peter Wolff

Die Herstellung von Textilien ist oft nicht besonders umweltfreundlich. Eine Absolventin der Hochschule Darmstadt hat deshalb mit einer neuen Art von Stoffen experimentiert. Noch fehlen allerdings Personal und Startkapital.

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          Tragen wir künftig Kleidung aus Austernpilzen, Zunderschwamm und Kombucha? Die Wasser- und CO₂-Bilanz konventioneller Textilherstellung ist verheerend, und die Debatte um mehr Nachhaltigkeit hat die Branche längst erreicht. Umweltschonender wären Materialien aus Myzelien, den robusten, fadenförmigen Geweben von Pilzen. Welche Möglichkeiten sie bieten und wie ästhetisch sie gestaltet werden können, damit hat sich Cora Schmelzer schon in ihrer Diplomarbeit befasst. Die Dreißigjährige hat an der Hochschule Darmstadt Industriedesign studiert und einen Master in „Leadership in the Creative Industries“ angeschlossen. Jetzt sucht sie Mitstreiter, um ihre Pilz-Ideen in der Mode- und Baubranche zu verwirklichen.

          Produkte müssen sich für Schmelzer „gut anfühlen, schön aussehen, hohe Nutzerqualität haben“. Seit ihrem Erasmus-Studienaufenthalt in Paris an der École Nationale Supérieure de Création Industrielle ist ihr Ästhetik ebenso wichtig wie Umweltverträglichkeit. „Ich trage nur secondhand oder Kleider nachhaltiger Labels.“

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