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Zweite Bundesliga : Erinnerungen an das Wunder: Darmstadts Wiedersehen mit Bielefeld

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SV Darmstadt 98 gegen Arminia Bielefeld: Am Sonntag treffen die beiden Zweitligisten erstmals seit dem 19. Mai 2014 wieder aufeinander. Bild: dpa

Elton da Costa, Dirk Schuster, Aytac Sulu und Norbert Meier waren die wichtigsten Protagonisten des denkwürdigen Relegationsspiels im Mai 2014. Nicht alle haben gute Erinnerungen an die Partie.

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          Spannung, Dramatik, ein körperlicher und moralischer Kraftakt und am Ende die Sensation - das 4:2 des SV Darmstadt 98 im Relegationsrückspiel zur 2. Fußball-Bundesliga über Arminia Bielefeld war eine denkwürdige Partie, die nicht nur in die Annalen der „Lilien“ einging. An diesem Sonntag (13.30 Uhr/Sky) treffen die beiden Teams erstmals seit jenem Abend des 19. Mai 2014 wieder aufeinander.

          Aytac Sulu war schon damals Mannschaftskapitän. Zusammen mit Flügelspieler Sandro Sirigu ist er der letzte Spieler aus jener Partie, der heute noch bei den „Lilien“ unter Vertrag steht. „Rückblickend war es der Beginn des Weges, der uns schlussendlich in die Bundesliga geführt hat“, erinnert er sich an das Spiel.

          Dabei war die Sache nach der 1:3-Heimniederlage im Hinspiel gegen Bielefeld eigentlich schon gelaufen. „Das Hinspiel hat uns damals extrem gewurmt. Zu sehen, dass Bielefeld auf unserem Platz quasi schon den Klassenerhalt gefeiert hat, war nicht schön und ist uns in Erinnerung geblieben“, sagt Sulu. „Das Rückspiel war unglaublich emotional. Ein unfassbarer Spielverlauf, eine Partie die an die Grenzen gegangen ist. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das ging uns allen so, auch mir persönlich.“

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          In der regulären Spielzeit machten die Darmstädter damals das Hinspiel-Ergebnis wett. In der Verlängerung ließen sie eine Reihe guter Chancen aus, Bielefeld verkürzte auf 2:3 und war bis zur 122. Minute Zweitligist. Doch dann kam der eingewechselte Elton da Costa. Der Schuss des Brasilianers aus rund 20 Metern, noch von einem Bielefelder abgefälscht, schlug im Tor der Ostwestfalen ein. Dass diese in der allerletzten Sekunde noch den Pfosten trafen, hatten viele „Lilien“-Fans in ihrer Euphorie gar nicht mehr mitbekommen.

          „Man darf uns erst abschreiben, wenn wir unter der Dusche stehen“, lautete das Credo des damaligen Darmstädter Trainers Dirk Schuster. Mit minimalen finanziellen Mitteln führte er die Mannschaft von einem Abstiegsplatz in der 3. Liga noch weiter bis in die Bundesliga, wo ihm sogar der Klassenerhalt gelang. Eine disziplinierte Defensive und eine unglaubliche Moral waren zwei wesentliche Bausteine für den Erfolg. Im Sommer 2016 verließ der Coach überraschend Darmstadt und heuerte beim Konkurrenten FC Augsburg an. Dort wurde er im Dezember beurlaubt und ist bis heute ohne Trainer-Engagement.

          Eine ganz besondere Rolle kam dem damaligen Bielefelder Coach Norbert Meier zu. Mit Anstand und Würde hatte er die wohl schlimmste Pleite seiner Trainerkarriere getragen - und wurde dann zwei Jahre später Schusters Nachfolger in Darmstadt. Doch die „Lilien“ erwiesen sich abermals als schlechtes Pflaster für Meier. Nach einer Niederlagenserie und Verwerfungen mit der Mannschaft wurde er noch vor dem Ende der Hinrunde Anfang Dezember 2016 entlassen und trainiert inzwischen den Ligarivalen 1. FC Kaiserslautern.

          Für Kapitän Sulu ist Bielefeld dagegen ein Meilenstein in seiner Karriere. „In meiner Erinnerung bleibt diese Partie als eines der Spiele, aufgrund derer sich auch mein eigener Weg in den letzten Jahren nochmals so entwickelt hat“, sagt der Innenverteidiger, der im Winter 2013 zum damaligen Drittliga-Schlusslicht gekommen war. „In dieser Form hätte ich bei meinem Wechsel nach Darmstadt nicht damit gerechnet.“

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