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Darmstadt : Neue IT-Messe soll Lücke schließen

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Zahlenlünstler: Teil eines Rechenzentrums. Bild: Foto Databurg

In Darmstadt wird in diesem Jahr erstmals eine Fachmesse für Informationstechnologie ausgerichtet.

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          In Darmstadt wird in diesem Jahr erstmals eine Fachmesse für Informationstechnologie ausgerichtet. Die IT&Media wird am 30. und 31. Mai im Wissenschafts- und Kongresszentrum stattfinden und sich besonders an mittelständische Unternehmer in der Region Rhein-Main-Neckar richten. Michael Mattis, Geschäftsführer der AMC24 GmbH & Co. KG, einer Unternehmensberatung und Werbeagentur, die alle zwei Jahre ein IT-Branchenbuch für die Region herausgibt und nun auch als Messeveranstalter auftritt, rechnet mit 140 Ausstellern und rund 3000 Besuchern.

          Als Schirmherrin hat er nicht nur die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries gewinnen können, die sich in ihrer Zeit als Bundesjustizministerin dafür erfolgreich eingesetzt hatte, 2008 den nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung nach Darmstadt zu holen. Auch die Industrie- und Handelskammer, mit dem Unternehmernetzwerk „IT for work“ im seit zwei Jahren bestehenden Software-Cluster Rhein-Main-Neckar (F.A.Z. vom 25. Januar), die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft unterstützen die Idee, jedes Jahr eine IT-Messe in Darmstadt zu organisieren.

          600 Unternehmen in der Stadt

          Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) nannte als Grund dafür die Bedeutung, die die Branche mit rund 600 IT-Unternehmen allein in der Stadt inzwischen habe. Eine solche Messe schließe eine „Lücke“ im Angebot. Laut Gino Brunetti, dem Manager des Software-Clusters, gilt diese bis nach Saarbrücken reichende Region als „Spitzencluster“ in Europa mit 16.000 Unternehmen und 120.000 Beschäftigten. Nach Angaben des Leiters des Geschäftsbereichs Innovation und Umwelt bei der IHK, Roland Lentz, erwirtschaftet die Branche inzwischen eine größere Wertschöpfung als die Chemieindustrie.

          Der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft hat das Interesse an einer IT-Messe und die Ansprüche der Unternehmen per Umfrage ermitteln lassen. Wie Landesgeschäftsführer Rüdiger Muth sagte, lässt sich aus dem Ergebnis der Schluss ziehen, dass eine regionale IT-Fachmesse dann ihr Publikum finde, wenn sie ein breites und branchenübergreifenden Themenspektrum abdecke. Auf diesen Befund hin hat Mattis das Programm abgestellt. Themen sind Cloud Computing, Virtualisierung und Social Media ebenso wie IT-Sicherheit und übergreifende Aspekte wie Fachkräftemangel oder der Kostendruck in Unternehmen.

          Mattis erwartet zum Auftakt rund 3000 Gäste, die die Vorträge und Podiumsdiskussionen besuchen wollen. Von den bislang 140 Standplätzen, die auf den rund 2000 Quadratmetern im Wissenschafts- und Kongresszentrum Platz finden können, seien bislang 116 vergeben.

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