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Darmstadt : Islamisten wegen Mordversuchs an Kritiker vor Gericht

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Sollte im Sommer 2013 ermordet werden: der islamkritische Autor Zahid Khan (mit Mikrofon) Bild: dpa

Weil sie laut Staatsanwaltschaft den Islamkritiker Zahid Khan ermorden wollten, stehen drei Männer vor dem Darmstädter Landgericht. Als Motiv wird Wut über das Buch des Opfers „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ vermutet.

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          In Darmstadt hat am Mittwoch der Prozess gegen drei Männer begonnen, die sich wegen versuchten Mordes an dem Islamkritiker Zahid Khan verantworten müssen. Zwei der Angeklagten sollen den pakistanischen Autor, der im südhessischen Rodgau lebt, im Juli vergangenen Jahres mit Messern und Schlagstöcken angegriffen haben.

          Ein 41 Jahre alter Islamist wird vor dem Landgericht beschuldigt, den 31 und 37 Jahre alten Männern Geld für die Tat geboten zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Auftraggeber aus Wut über das Buch des Opfers „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ handelte. Islamisten hatten erfolglos versucht, dieses verbieten zu lassen.

          Mit Schüssen gewehrt

          Der 56 Jahre alte Khan hatte in Notwehr drei Angreifer auf einem Waldparkplatz in Rodgau mit mehreren Schüssen in die Flucht gejagt und dabei einen von ihnen schwer verletzt. Der mutmaßliche Auftraggeber des Mordes, der 40 Jahre alte islamische Aktivist Stefan Salim N. aus Marburg, wurde daraufhin in U-Haft genommen. Er bestritt die Tat.

          Die Ermittler waren ihm über erkennungsdienstliche Fotos der Polizei auf die Spur gekommen. Seine Wohnung in Marburg habe durchsucht werden sollen, der Mann sei aber nicht angetroffen worden und habe sich später bei der Polizei gestellt, hieß es im August vergangenen Jahres.

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