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Platzgestaltung in Darmstadt : Von Bäumen und Bienen

  • -Aktualisiert am

Neuer Look: Der Darmstädter Friedensplatz wurde bereits umgestaltet, nun soll der Ernst-Ludwig-Platz gegenüber folgen. Bild: Marcus Kaufhold

Die Stadt Darmstadt will einen wichtigen Platz in der Innenstadt umgestalten – und bietet den Bürgern eine besondere Form der Patenschaft an.

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          Noch ist der Darmstädter Ernst-Ludwig-Platz eine eher triste Graufläche. Eine Generalüberholung könnte dem rund 4000 Quadratmeter umfassenden Areal gegenüber des bereits neu gestalteten Friedensplatzes nicht schaden. Wie es aus dem Rathaus hieß, wird dieses Projekt nun angegangen.

          Der Platz solle künftig als Teil des historischen Stadtzentrums in das Gestaltungskonzept um das Schloss integriert werden, sagt Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) zu den Plänen. Außerdem werde darauf geachtet, dass die Fläche den klimabedingten Herausforderungen der Innenstadt besser gerecht werde. Denn im Gegensatz zum benachbarten Friedensplatz könne am Ernst-Ludwig-Platz mehr Grün gepflanzt werden. Der neugestaltete Friedensplatz ist lediglich an seinen Rändern bepflanzt, weil sich darunter eine Tiefgarage befindet. Daher sei es nicht möglich gewesen, das Gelände umfassender – etwa mit Bäumen – zu bestücken, hatte es aus dem Rathaus geheißen.

          Ehemalige Stadtmauer kennzeichnen

          Die Gegebenheiten am benachbarten Ernst-Ludwig-Platz dagegen sind andere, Anpflanzungen seien möglich. Der aktuelle Belag des Platzes solle zunächst rotem Porphyr-Kleinpflaster weichen, teilte die Stadt mit. Lediglich entlang der am Platz verlaufenden Straßenbahnschienen werde die derzeitige Asphaltierung bis zu deren Sanierung beibehalten. Die bestehenden Sitzgruppen um den Turm und unter einer Platane würden ebenso umgestaltet wie eine dort angebrachte Gedenktafel zur Darmstädter Brandnacht. Auch Taxistand und Fahrradstellplätze würden neu geordnet.

          Die Stelle, an der einst die Stadtmauer verlief, soll durch Intarsien im Boden gekennzeichnet werden. Zudem werde über einen Trinkwasserbrunnen nachgedacht. Geplant ist außerdem, fünf Bäume mit weiten Kronen zu pflanzen, wie die Dezernentin Barbara Boczek (Die Grünen) erläuterte. Damit gelänge „ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Stadtbildes und des Mikroklimas auf dem Platz“. Gut fürs Klima und gut für Bienen sind auch Blumen. Damit es davon mehr gibt, stellt die Stadt für September und Oktober außerdem sogenannte Blühpakete zur Verfügung. Das teilte Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Die Grünen) mit. Damit können kleinere, im Stadtgebiet verteilte öffentliche Flächen bepflanzt werden. Hobbygärtner haben die Möglichkeit, dazu mit der Stadt eine Art Patenschaftsvertrag für Anpflanzung und Pflege der Beete abzuschließen. Wer eine geeignete Fläche entdeckt hat, müsse sich zunächst per Kontaktformular an das Umweltamt wenden. Wird dem Flächenvorschlag zugestimmt, werde der Vertrag geschlossen. Im Anschluss könnten Saatgut oder „vorwiegend heimische und blühfreudige Stauden“ bei Kooperationspartnern oder dem städtischen Umweltamt erworben werden, wie es hieß. Die Kosten dafür muss der Hobbygärtner allerdings selbst tragen. Jedoch würden Blumensamen und Pflanzen vergünstigt an die Blühpaten abgegeben. Die Idee zu der Aktion gehe auf Anregungen aus der Bevölkerung zurück, teilte Akdeniz mit. Mehrfach hätten sich Anwohner mit dem Wunsch an die Stadt gewandt, Flächen an Straßenbäumen, Rändern und anderen Stellen selbst gestalten zu dürfen. Informationen und Dokumente gibt es unter www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/umwelt.

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