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Eintracht Frankfurt : Da Costa über die Bayern: „Keine Außerirdischen“

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Danny da Costa sieht zuversichtlich in die Zukunft der Eintracht. Bild: Jan Huebner

Nach vier Ligaspielen ohne Sieg droht der Kampf um Europa für die Eintracht verlorenzugehen. Doch die Mannschaft ist guter Dinge, laut Spieler da Costa.

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          Wenn Danny da Costa mit dem Profifußball einmal nicht mehr weiterkommen sollte, dann muss er nicht verzweifeln. Dem Rechtsverteidiger steht dann immer noch eine Karriere als Fußball-Experte oder als PR-Mitarbeiter eines Bundesligavereins offen. Die Lage der Eintracht ist im Moment ja nicht ganz so toll. Nach vier Ligaspielen ohne Sieg droht der Kampf um Europa verlorenzugehen, zudem hat der Wechsel von Trainer Niko Kovac zu den Bayern für Unruhe im Verein und im Umfeld gesorgt. Und nun müssen die Frankfurter am Samstag ausgerechnet gegen den deutschen Rekordmeister antreten, der sich gerade in Hochform befindet. Für da Costa alles kein Problem. Auf ganz sympathisch lockere Art und Weise legte der 24 Jahre alte Profi am Mittwoch sehr eloquent seine Ansichten zur aktuellen Befindlichkeit der Eintracht dar und schaffte es dabei, Optimismus zu verbreiten.

          Ob aus innerer Überzeugung oder aus außenpolitischem Interesse, sei dahingestellt. Gekünstelt wirkten seine Aussagen jedenfalls nicht. „Die letzten Spiele haben uns nicht aus der Bahn geworfen. Die Stimmung ist nach wie vor positiv“, versicherte da Costa, und auch die Bayern jagten ihm und seinen Kollegen keinen Bammel ein. „An so einem starken Gegner wie die Bayern kann man auch wachsen. Die Freude überwiegt, zu beweisen, dass wir ein anderes Gesicht haben, als wir die letzten zwei Ligaspiele gezeigt haben.“

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          Auch die Bayern sind nur Menschen

          Trotz des Qualitätsunterschieds glaubt der frühere Leverkusener an eine reelle Chance der Eintracht, in München etwas zu holen. „Ob die Bayern nach dem Spiel gegen Real viel rotieren, interessiert mich nicht wirklich. Jeder, der dort spielt, hat eine Riesenqualität. Aber auch die Bayern sind nur Menschen und keine Außerirdischen. Wenn man es schafft, sie unter Druck zu setzen, machen auch sie Fehler.“ Dazu bedarf es jedoch einer außergewöhnlichen Laufleistung. Bei der 0:3-Heimniederlage schien es so, als wäre die Eintracht in der Endphase der Saison nicht mehr in der Lage, über ihre Grenzen zu gehen. Da Costa widerspricht. „Wir können definitiv noch 110 Prozent geben. Wenn ich unser Training gestern und heute sehe, dann stellt sich mir die Frage nicht, ob wir in der Lage sind, die Bayern so unter Druck zu setzen, dass sie Probleme bekommen.“ Der Eindruck gegen die Hertha habe getäuscht. „Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen genutzt hätten, wären wir gar nicht in die Situation geraten, bei großer Hitze einem Rückstand hinterherzulaufen. Dann hätte man die Berliner gefragt, warum sie platt sind.“

          Auch mental sieht da Costa seine Mannschaft auf der Höhe. Weder die Rückschläge auf dem Platz noch der Wechsel des Trainers hätten sich negativ ausgewirkt. „Es ist Quatsch, dass jemand von uns wegen des Trainerwechsels Schwierigkeiten hätte, sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren. Ich finde es schade, wie Kovac von manchen hingestellt wird, als Judas oder was auch immer. Er hat für uns eine Riesenarbeit geleistet. Und es hat gepasst, wie er uns seinen Wechsel erklärt hat. Er macht es ja weiter richtig gut. Er gibt uns nicht das Gefühl, ich bin nächstes Jahr weg, das Ganze interessiert mich nicht mehr.“ Man darf gespannt sein, ob da Costas Worten auch Taten folgen.

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