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Vermehrt häusliche Quarantäne : Zahl der Coronavirus-Infizierten in Hessen stabil

Offen: Anders als im Fall dieser Schule im Südwesten der Republik läuft der Betrieb an der Schule in Atzbach weiter Bild: dpa

In diesen Tagen kommen zahlreiche hessische Schulklassen von Skifreizeiten in Südtirol zurück. Diese Region gilt mittlerweile als Coronavirus-Risikogebiet. Nun steigt die Zahl der Schüler und Lehrer in häuslicher Quarantäne.

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          An diesem Samstag sind in Hessen keine bekannten Coronavirus-Infizierten hinzu gekommen. Das ergibt sich aus dem täglichen Bulletin des Gesundheitsministeriums zu den sogenannten Covid-19-Infektionen. Dessen ungeachtet haben die mit dem Virus verbundene Unsicherheit und das Bestreben, den Erreger einzudämmen, vermehrt Folgen für hessische Schulen.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch für mehr als 100 Jugendliche in Mittelhessen und ihre Lehrkräfte fällt der Unterricht zumindest in der nächsten Woche vorsorglich aus. Der Grund: Sie alle sind von Skifreizeiten in Südtirol zurückgekommen und werden nun in häusliche Quarantäne gesteckt. Dahinter steckt die Sorge, sie könnten sich in Norditalien mit dem dort verbreiteten Coronavirus angesteckt haben. Südtirol gilt seit diesen Donnerstag ebenso wie die Emilia-Romagna, die Lombardei und die Stadt Va in der Provinz Padua in Venetien als Corona-Risikogebiet. Dies hat das in solchen Fragen federführende Robert-Koch-Institut mitgeteilt.

          Seit Freitag wissen auch 70 Schülerinnen und Schüler als Kelkheim-Fischbach, dass sie nach ihrer Skifreizeit in Südtirol eine Woche lang nicht in die Schule dürfen. Es handele sich um eine „reine Vorsichtsmaßnahme“, teilten Landrat Michael Cyriax (CDU) und Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick (Die Grünen) mit. Zudem müssen fast 100 Mädchen und Jungen aus der Jahrgangsstufe 7 in Rimbach in Südhessen in häusliche Quarantäne. Der Grund: eine Skifreizeit in Südtirol.

          Schulbetrieb läuft weiter

          In Mittelhessen trifft nun 37 junge Leute und viel Lehrkräfte aus einer Berufsschule in Gießen das gleiche Schicksal, wie der „Gießener Anzeiger“ berichtet. Sie alle sollen vorsorglich vierzehn Tage zu Hause bleiben. Ein Person aus diesem Kreis habe leichte Erkältungssymptome. Ebenso zwei Wochen lang müssen 74 Schüler, 14 Lehrkräfte und zwei Begleitpersonen einer Schule in Atzbach zwischen Gießen und Wetzlar in häuslicher Quarantäne verbringen, wie das Lokalblatt meldet. Der Schulbetrieb laufe aber weiter.

          Das hessische Kultusministerium hat am Freitag seine wenige Tagen alten Vorgaben für Schulleitungen mit Blick auf das Coronavirus ergänzt. Demnach sind alle Austauschreisen und Klassenfahrten in Risikogebiete, die bis zum 30. April dieses Jahr geplant sind, abzusagen. Das Land übernehme in solchen Fällen die berechtigten, vom Reiseveranstalter in Rechnung gestellten Stornierungskosten, heißt es.

          Vor Reisen in Nichtrisikogebiete sollen sich die Schulen mit der jeweiligen Gesundheitsbehörde abstimmen. „Sofern von dieser keine eindeutige Empfehlung vorliegt und dadurch Unsicherheiten in der Schulgemeinde bestehen, sollte die Schulleitung die entsprechende Reise absagen.“ Schülergruppen, die aus Risikogebieten zurückkommen, bittet das Ministerium um Kontaktaufnahme mit ihrer Gesundheitsbehörde.

          Weiterhin sind in Hessen 17 Corona-Patienten bekannt. Zwei Patienten, die sich mit dem Erreger in China angesteckt hatten, konnten das Krankenhaus schon vor einigen Tagen verlassen. Die anderen positiven Virustests sind binnen Wochenfrist erhoben worden. Wie Gesundheitsminister Kai Klose (Die Grünen) auf Anfrage mitteilte, ist es nach allem, was über das Virus bekannt sei, noch zu früh, um Entwarnung geben zu können. Zumal Virologen eine häusliche Quarantäne von 14 Tagen empfehlen, um sicher gehen zu können, wie er ergänzte.

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