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Coronavirus und die Folgen : Wenn der Lieferservice plötzlich ausgebucht ist

  • -Aktualisiert am

Lieferdienste: Die Bestellung von Lebensmitteln nach Hause ist seit dem Ausbruch der Epidemie angestiegen. Bild: Carlos Bafile

Die Corona-Epidemie hat zu einem heftigen Anstieg der Bestellungen bei Lieferdiensten geführt. Um die enorme Nachfrage bedienen zu können, besorgen sich Unternehmen neue Lieferwagen – und richten sogar Liveticker ein.

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          Seit Ausbruch der Corona-Epidemie verzeichnen viele Lieferdienste einen signifikanten Anstieg der Bestellungen. Dies bestätigten am Montag mehrere Anbieter, die in Frankfurt tätig sind. Die Rewe-Group, Betreiberin vieler Supermärkte, bietet seit einigen Jahren auch die Online-Bestellung an. Nutzer können mit wenigen Mausklicks Lebensmittel ordern und die Artikel nach Hause liefern lassen.

          Bisher wurde dieser Dienst vor allem von älteren und kranken Menschen genutzt. Seitdem die Medien ausführlich über das Coronavirus berichten, sind die Zahlen der Online-Bestellungen aber in allen Zielgruppen angestiegen. „Analog zum stationären Handel verzeichnet der Rewe-Lieferservice eine deutlich erhöhte Nachfrage“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens. Besonders gefragt seien lang haltbare Lebensmittel, Konserven und Drogerieartikel.

          Ähnliches berichtet der Anbieter Getnow, der auch in Frankfurt Lebensmittel und Hygieneartikel vor die Haustür liefert. Dem Start-up-Unternehmen brachte das Coronavirus ein großes Umsatzplus. „Wir haben deutlich über 100 Prozent mehr Nutzer und Neukunden als vor der Ausbreitung“, sagt der Firmensprecher. An vielen Standorten sei der Anbieter komplett ausgebucht. „Viele Kunden scheuen eben den Besuch im Supermarkt im Moment“, so der Sprecher weiter. Das Unternehmen hat weitere Lieferwagen besorgt, um die enorme Nachfrage bedienen zu können. Zudem wurde ein Liveticker eingerichtet, der Kunden auf dem Smartphone informiert, sobald Lieferkapazitäten frei geworden sind.

          Für Hamsterkäufe gibt es nach Ansicht der Rewe-Sprecherin aber keinen Anlass. Lebensmittel seien nicht knapp, und die Versorgung mit Waren sei stabil. Dass in den Märkten manche Regale leer seien, liege daran, dass die Mitarbeiter die Produkte nicht so schnell nachfüllen könnten, wie sie von den Kunden gekauft würden.

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