https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/corona-virologin-sandra-ciesek-sieht-hohe-ansteckungsgefahr-17739466.html

Virologin Ciesek warnt : „Ansteckungsrisiko so hoch wie nie“

  • -Aktualisiert am

Sie sieht das Ansteckungsrisiko auch für Dreifachgeimpfte: Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek Bild: dpa

Die Infektionszahlen sind so hoch wie nie. Die Gefahr einer Ansteckung rückt damit näher, warnt die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. Doch die neuen Quarantäneregeln für Geboosterte passen nicht dazu.

          2 Min.

          Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Frankfurt eine der höchsten in ganz Deutschland. „So eine hohe Inzidenz hatten wir noch nie“, stellt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt im NDR-Podcast Coronavirus Update fest. Doch die Dunkelziffer der Ansteckungen hält sie für noch höher. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, glaubt sogar an doppelt so viele Infektionen wie bekannt sind. „Das Risiko, sich anzustecken ist so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie“, sagt Ciesek.

          In ihrem Umfeld tauchen immer mehr Infektionen auf. „Ich rechne ständig damit, dass ich mich selbst infizieren könnte“, sagt die Virologin. Doch damit gehe sie nüchtern um: „Ich bin geboostert, mein eigenes Risiko, schwer zu erkranken, habe ich damit so weit als möglich reduziert.“ Ihre eigene Risikoabwägung beschreibt die Medizinerin so: Kontakte reduzieren, aber berücksichtigen, worauf man keinesfalls verzichten möchte. Konsequent Maske tragen, meist FFP2, den Öffentlichen Nahverkehr meiden, Arbeitstreffen so häufig wie möglich online abhalten. Und ihren Kindern so viel Spielräume wie möglich lassen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Auch ein Zebrastreifen ist doch nur Schwarzweißmalerei, also reines Klischee. Stört uns das an ihm?

          Schriftstellerin Overath : Gendern? Nicht mit mir

          Niemand sollte gezwungen werden zu gendern – und damit paradoxerweise Geschlechtergrenzen erst zu markieren. Eine Schriftstellerin nimmt Stellung und nennt zwei Gründe.