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Verwirrung um Verordnung : Sonnen in Parks nun doch erlaubt

Nun also doch: Sonnenbaden im Park ist trotz Corona erlaubt (Symbolbild). Bild: Cornelia Sick

Die Polizeipräsidien haben ihre Ankündigung, dass künftig auch das Sonnen in Parks verboten sei, zurücknehmen müssen. Diese Information sei „ein Missverständnis“, teilte das Innenministerium nun mit. Dennoch bleiben viele Fragen offen.

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          Die Ankündigung der Polizeipräsidien, dass von sofort an auch das Sonnen in Parks verboten sein soll, hat nicht nur für Unmut unter vielen Bürgern geführt – sondern auch im Innenministerium.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie die Behörde am Freitagmittag mitteilte, handelt es sich um eine falsche Information. Es sei „selbstverständlich weiterhin erlaubt, sich allein oder als Familie in Parks in die Sonne zu setzen“. Dasselbe gilt auch für ein Picknick – solange der nötige Sicherheitsabstand zu anderen Personen eingehalten werde.

          Wie berichtet, hatten mehrere Polizeipräsidien am späten Donnerstagnachmittag und auch am Freitagmorgen noch eine Mitteilung veröffentlicht, in der es wörtlich hieß: „Trotz der frühlingshaften Temperaturen und des guten Wetters ist es derzeit aber beispielsweise verboten, sich längerfristig in Parkanlagen für ein Picknick oder zum Sonnen niederzulassen.“

          Auf Nachfrage, ob es sich tatsächlich um ein Verbot handele, äußerte etwa das Frankfurter Polizeipräsidium am Donnerstag, dass das „Sonnen“ in Grünanlagen von der aktuellen Verordnung erfasst und insofern untersagt sei. Wenngleich es nicht im Bußgeldkatalog explizit erwähnt werde. Das hessische Innenministerium teilte nun mit, es handele sich um ein „Missverständnis“.

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