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Schulstart in Hessen : Schüler tragen Masken auch im Unterricht

  • -Aktualisiert am

Maske im Klassenzimmer: Zum Schulstart in Hessen führen immer mehr Schulen eine umfassende Maskenpflicht ein (Symbolbild). Bild: dpa

Die Ferien in Hessen sind vorbei, die Kinder wieder in den Klassenzimmern und die Infektionszahlen steigen – besonders in Offenbach. Die Schulen reagieren mit einer verstärkten Maskenpflicht.

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          Weil die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Offenbach und Frankfurt seit zwei Wochen stark steigt, müssen Schüler nun auch im Unterricht Mund-Nasen-Masken tragen. Wie Verantwortliche der beiden Städte am Donnerstag mitteilten, gilt dies in Offenbach sofort und in Frankfurt für weiterführende Schulen von Montag an.

          Ingrid Karb
          Blattmacherin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In Offenbach ist die Zahl der innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner neu infizierten Personen am Donnerstag auf 44,3 gestiegen – der höchste Wert in Hessen. Das bedeutet, dass die Stadt kurz vor der vierten Stufe des hessischen Corona-Eskalationsplans steht, die bei 50 und mehr Neuinfizierten beginnt und starke Einschränkungen nötig macht.

          Ohne Maske kein Unterricht

          Der Offenbacher Krisenstab hat am Donnerstag die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung im Stadtgebiet erweitert. In Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt besteht nun in allen Offenbacher Unterrichtsräumen eine Maskenpflicht. Schüler, die sich weigern, eine Maske anzulegen, werden nach Hause geschickt. Die für Gastronomie und Einzelhandel geltende Maskenpflicht ist nun auch bei der Religionsausübung, etwa beim Konfirmanden- und Koranunterricht oder beim Aufenthalt in Kirchen, Moscheen und Synagogen verbindlich.

          Außerdem gilt in Offenbach nicht mehr nur für Rückkehrer aus Risikogebieten wie der Türkei, dem Kosovo und Spanien eine Melde- und Quarantänepflicht, sondern auch für alle Rückkehrer, die sich in einem der zehn Länder aufgehalten haben, die das Robert-Koch-Institut als Expositionsländer ausweist. Dazu zählen Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Wer aus diesen Ländern zurückkehrt, muss sich beim Gesundheitsamt melden und in Quarantäne gehen. In den ersten 72 Stunden nach der Rückkehr ist ein für die Betreffenden kostenloser Test vorgesehen.

          Mehr Kontrollen in Verkehrsmitteln und Gaststätten

          In der hessischen Statistik folgt nach dem Kreis Groß-Gerau  auf dem dritten Platz die Nachbarstadt Frankfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 25. Das Gesundheitsamt rechnet mit einem weiteren Anstieg bis zum Wochenende. Anders als im Frühjahr breite sich das Virus jetzt nicht in Altenheimen aus, sondern unter jungen Leuten, sagte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts, Antoni Walczok, in einer Pressekonferenz. Die Hälfte der Neuinfizierten seien Reiserückkehrer, die andere Hälfte habe sich auf Feiern angesteckt.

          Die Stadt hat damit die zweite Eskalationsstufe erreicht. Außer der zunächst auf zwei Wochen befristeten Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen soll das Tragen von Masken in Verkehrsmitteln und Gaststätten stärker überwacht werden. Verstöße würden geahndet, sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU). Außerdem werden keine Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern mehr erlaubt. Von der nächsten Woche an können sich Mitarbeiter von Schulen und Kitas testen lassen.

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