https://www.faz.net/-gzg-a1ggv

Öffnung von Bordellen? : Das Rotlicht soll wieder angehen

Derzeit ohne Besucher: Blick auf eins der Zimmer in einem Frankfurter Bordell, in dem Prostituierte ihre Kunden empfangen können. Bild: Aders, Hannah

Frankfurter Bordellbetreiber und Prostituierte fordern Lockerungen der Corona-Regeln, um wieder arbeiten gehen zu können. Vor allem für die Prostituierten ist die derzeitige Situation gefährlich.

          2 Min.

          In der Bar „My Way“, neben dem Laufhaus in der Taunusstraße 26, sind am Donnerstag Bordellbetreiber und Prostituierte des Aktionsbündnisses „Redlight On“ zusammengekommen, um Lockerungen in ihrem Gewerbe zu fordern. Die Bordelle im Frankfurter Bahnhofsviertel sind seit vier Monaten wegen Corona geschlossen. Die Betreiber klagen über eine ihre Existenz bedrohende Situation. Auch die Prostituierte „Vanessa“, die in der Bar spricht, sagt: „Das ist eine Katastrophe.“ Sie bekomme mittlerweile zwar Hartz IV, doch sie will wieder arbeiten. Sie kann nicht verstehen, warum in den Straßen Tausende Menschen dicht an dicht gedrängt feiern dürfen, aber sie nicht ihrem Job nachgehen darf.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im Bahnhofsviertel gibt es etwa 600 Zimmer in Laufhäusern, in die Prostituierte sich einmieten können. Derzeit leben nach Aussage von Ulrich Mattner, Vorsitzender des Gewerbevereins Bahnhofsviertel, etwa 30 Frauen unentgeltlich in den Zimmern, auch „Vanessa“. Die anderen sind wahrscheinlich auf der Straße unterwegs. Denn seit die Laufhäuser geschlossen sind, hat die Straßenprostitution stark zugenommen. Aus finanzieller Not bieten immer mehr Prostituierte ihre Dienste auf Elbe-, Mosel-, Weser- und Taunusstraße an. Mattner sagt, es seien etwa 200 Frauen auf den Straßen unterwegs.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Im Geld schwimmen für die Erziehung eines Kindes?

          Lohnendes Investment : Was taugt die Wohnung zur Rendite?

          Eine Frau wünscht sich für die Erziehung des Kindes von ihrem Mann eine Wohnung in Dresden. Die soll mit einem Startkapital erworben und dann über die Mieteinnahmen finanziert werden. Unser Autor hat eine bessere Investmentidee.